Die Erwartungen der 400 Aussteller auf der Offenbacher Lederwarenmesse haben sich "zum größten Teil" erfüllt. Wenn es überhaupt Überraschungen gab, so die, daß echtes Leder (mit 70 v. H. des Umsatzes) diesmal das Rennen machte und Plastik sowie andere Kunststoffe (Nachfrage rückläufig) auf die Plätze verwies, obwohl die Lederpreise letzthin etwas anzogen. Man war real genug, nicht viel mehr zu erhoffen als die (dann auch zutage getretene) Bereitschaft der Einkäufer, sich für ein normales Weihnachtsgeschäft einzudecken.

Den 2000 ausländischen Interessenten kam es in erster Linie wohl darauf an, sich über die Marktentwicklung zu unterrichten; die Importbeschränkungen unserer traditionellen Abnehmer stehen erwähnenswerten Exportabschlüssen (z. B. mit England) im Wege. Man freute sich über den regen Besuch, besonders aus den USA, Belgien (in beiden Fällen unlimitierte Importmöglichkeiten) und der Schweiz (zufriedenstellendes Kontingent). Aber der Schwerpunkt lag beim lnlandsabsatz, nachdem der Sommerschlußverkauf die Lager leergefegt; und das Preisniveau für echtes Leder sich im Vergleich zum Frühjahr merklich ermäßigt hatte. – Am Rande: man. überlege umgehend die Errichtung deutscher Verkaufsstellen in den Vereinigten Staaten; in Offenbach verspricht man sich davon allerhand. Und unsere Dollarbilanz hat neue Kraftquellen dringend nötig. Be.