Von Ernst Kappel er

Amerika beginnt in Basel. Jedenfalls für einen, den die Amerikaner nach Deutschland holen, um ihn in ihren Amerikahäusern sprechen zu lassen. Was die Amerikahäuser sind, ist wohl bekannt. Bildungs- und Kulturstätten für die Deutschen in allen größeren Städten Westdeutschlands. Jedes Haus druckt jede Woche sein neues Programm: Vorträge, Filme, Diskussionen, musikalische und literarische Veranstaltungen. Bibliotheken stehen unentgeltlich zur Verfügung, Zeitungen, Zeitschriften. Amerika beginnt in Basel, mit der Fahrkarte nach Frankfurt, die der Einladung aus dem Head Quarter beigelegt ist:

United States of America

Allied Forces

Duty Rail Ticket

Seltsam, daß man über Amerika nach Deutschland fahren muß...

In Frankfurt, auf Goethes Spuren, suche ich am Nachmittag mit einem Ausflugdampfer eine historische Stätte auf, wo er einst arbeitete. Es ist eine Gartenschenke jetzt. Uralte kleine Kellner laufen wie Knaben in weißen allzulangen Kitteln zwischen den Tischchen hin und her, und aus ihren bittersüßen Gesichtern scheint die große Verantwortung zu Sprechen, über diesen geheiligten Boden der Kunst nun Biergläser und Limonade zu tragen.