Als nächstes kamen wir zu einem Waldgürtel. Nach der üblichen Durchsuchung krochen die "Krabben" eine nach der anderen durch das dicht gewachsene Gestrüpp von Bananenbäumen. Wo es nötig war, wurden Äste abgehackt.

Meistens floß ein breiter Strom durch diese Wälder, und alle, mit Ausnahme des Fahrers, schwammen in der starken Strömung, um die "Krabbe" in die bequemste. Fahrrinne zu bringen, Oft aber blieb eine "Krabbe" in einem der unzähligen sumpfigen Gräben oder Kanäle stecken, die von außen schwer zu erkennen sind. Dann stürzte sich alles mit Spaten und Hacken in das Wasser und versuchte mit grimmigem Eifer, die Schlammassen wegzuschaffen. War das gelungen, machten wir ein Seil fest und zogen die glitschende "Krabbe" so lange hoch, bis die Raupen den festen Grund faßten. Später wurde dann die nächste "Krabbe" an die erste angehängt, so daß schließlich das ganze Geschwader durch den Engpaß geschleppt werden konnte.

Wir trugen nichts als zerlumpte Shorts und einen leichten Dschungelhut und ließen die Flasche im Kreise gehen, um uns arbeitslustig zu halten. Dabei mußten wir immer Ausschau halten, ob wir etwas vom Feinde entdeckten. Denn vielleicht hatten Späher unser Landungsmanöver beobachtet.

In der einen Nacht machten wir es so, daß wir unsere "Krabben" in einem Kreise aufstellten und an Deck im offenen Sumpf schliefen. In der nächsten Nacht kampierten wir etwa am Rande eines Waldes und schliefen unruhig in einer großen Hütte, die schußbereiten Gewehre unter unseren Moskitonetzen. Denn Moskitoschwärme über den schlickigen Gewässern setzten uns arg zu.

Abends brieten unsere Anamiten die Schweine und Hühner über Holzfeuer und bereiteten mit allerlei Kräutern eine köstliche Mahlzeit. Während wir die Raupen und die Gewehre einfetteten, kletterten sie wie Affen in die Bäume und suchten Kokosnüsse.

Nach Tagen vergeblicher Suche hörten wir etwas vom Feinde, der offenbar in einem Waldgürtel Stellung bezogen hatte. Der Klang des Gewehrfeuers wurde stärker.

Einzelne Kommandos arbeiteten sich mit Infanteriegeschützen und Maschinengewehren von einem Ende zum anderen durch den Wald. Flugzeuge folgten tief über den Baumwipfeln und ließen Brandbomben fallen. Bald brannten sämtliche Hütten im Walde. Inzwischen waren die ersten "Krabben" in die Schneise gefahren, um den Feind abzuschneiden. Unsere eigene Gruppe trat von einer anderen Ecke aus an, um die hemmenden Gräben zu überwinden.