Die Flammen, die aus dem Urwalddschungel von Indochina aufsteigen, die Legionärslieder im afrikanischen Sandsturm ...

Hatte ich geträumt, während der Zug mich nach London brachte? Oder war ich wirklich vom anderen Ende der Nacht zurückgekehrt?

Vital und sympathisch

Seitdem die ersten meiner Artikel erschienen sind, habe ich viele Leserbriefe bekommen. Einige von ihnen wünschten mehr Einzelheiten, über Löhnung, Ernährung und die materiellen Bedingungen. Tatsächlich aber führen Vergleiche in die Irre. Die Kommandostellen der Fremdenlegion haben sich auch immer geweigert, mit irgendwelchen Lockungen zu werben. In dieser Hinsicht hatte ich also keinerlei Erwartungen, als ich mich entschloß, in die Legion einzutreten, und infolgedessen habe ich auch keinerlei Grund, mich zu beklagen.

Über vierhundert Bücher sind schon über die Legion erschienen, und ich weiß nicht, wie viele Kilometer Film in Hollywood darüber gedreht worden sind. Aber wenn es auf Wahrheit ankommt und nicht auf Phantasie, so muß man ehrlicherweise sagen, daß die Legion für einen einzigen Mann ein zu weites Feld ist, als daß er mehr geben könnte, als seine ganz persönlichen Eindrücke.

Es hat Augenblicke gegeben, wo ich die Legion haßte. Zum Beispiel dann, wenn ich mich ungerecht behandelt fühlte, wenn mir irgend etwas Ekel erregte oder mich plötzlich erschreckte. Aber gelangweilt habe ich mich nie. Ich habe viele interessante, vitale, sympathische Menschen kennengelernt – sehr viel mehr als ich jemals in irgendeiner Organisation zu finden gedacht hätte.

Und, nehmt alles nur in allem, einerlei, ob das, was man über die Legion sagt, wahr ist oder falsch, diese einzigartige Truppe wird nach wie vor die Phantasie der Menschen mit Beschlag belegen, viele über die Grenzen ihrer Heimatländer hinweg anziehen und sie nötigen, in ihrem Dienst das Unmögliche zu leisten.