Die SRP der Doris, Remer und Krüger ist geplatzt wie eine Seifenblase. Wie wenig Substanz außer dem subversiven Ehrgeiz der Parteiführer in dieser Organisation steckte, ließ sich schon erkennen, als das Bundesverfassungsgericht eine einstweilige Verfügung gegen diese Partei erließ. Die Folge war nämlich nur Streit, Konkurrenz und Angst um Mandate und Parteiposten, was schließlich mit logischer Konsequenz zur Selbstauflösung dieses ganzen Ladens führte. Das Ende der SRP zeigt deutlich, daß schon von Anfang an nichts dahinter war. Freilich, die Menschen, die dieser Partei ihre Stimmen gaben, existieren, und ihre Haltung mag für eine gewisse Zeit ein innerpolitisches Problem sein.

Eine aktuelle Bedeutung hat der Zusammenbruch und die Selbstauflösung der SRP in Niedersachsen. Hier könnte die anscheinend unerschütterliche Stellung der SPD prekär werden, die darauf beruhte, daß, ‚solange die SRP bestand, rein rechnungsmäßig schon keine Regierung gegen die SPD möglich war. Fällt die SRP weg, dann haben die anderen Parteien eine klare Mehrheit gegen die SPD, wenn sie sich zusammentun. Dies scheint in Hannover Kopfschmerzen hervorzurufen, weil jetzt am guten Willen des BHE das Schicksal der Landesregierung hängt. F.