Der Verlauf der Internationalen Kölner Haushalt- und Eisenwarenmesse (zweiter Teil der Kölner Herbstmesse vom 14. bis 17. September) war wirtschaftspolitisch insofern interessant, als man sich von ihr eine Klärung über den Umfang der Konsummarktauswirkungen im Anschluß an die Eisenpreisfreigabe versprach. Diese Klärung hat die Messe auch gebracht. Die eisenabhängigen Güter wurden durchweg zu noch stabilen Freisen angeboten. Offenbar war der Druck des Marktes stärker als der der gestiegenen Rohstoffkosten, die man durch eine Einengung des zwar ohnehin nicht allzu großen innerbetrieblichen Kalkulationsspielraums auffing. Der Handel reagierte auf diese, für manche vorher etwas pessimistischen Beobachter überraschende Preisgestaltung mit einer erfreulich lebhaften Auftragsvergabe‚ die allerdings kaum über mittlere Größen hinausging. Unter dieser Voraussetzung wurde das Geschäft in fast allen Haushalt- und Eisenwarenbranchen, die durch 1000 Aussteller vertreten waren, als gut bezeichnet.

Die Aussteller kamen zum Teil mit recht beachtenswerten technischen Verbesserungen heraus. Bei den Haus- und Küchengeräten zeichnete sich ein weiter verstärktes Vordringen der Elektrogeräte ab. Stark beachtet wurde in Köln auch, daß sich bei der Gruppe Glas-, Porzellan- und Keramikerzeugnisse trotz der jüngsten Konzentrationspläne Hannovers offenbar keine Interessentenabbröckelung für den Kölner Messeplatz ergeben hat. Maßgebliche Aussteller dieser Gruppe bezeichneten das Kölner Angebot als für den gesamten Markt durchaus repräsentativ.

Dü.