Die beiden Kennzeichen der 48. Hamburger Textil-Mustermesse vom 13. bis 15. September waren die Stabilität des Preisbildes und der Optimismus des norddeutschen Textil-Einzelhandels, der für die kommenden Monate mit einem flüssigen Absatz rechnet. Diese Prognose wird dem Handel durch die festen Preise erleichtert, denn sie ermöglichen mit größerer Sicherheit richtige Dispositionen. Konjunkturelle Preisschwankungen von nennenswertem Umfang sind auf den Welt-Rohstoffmärkten nicht zu erwarten. Diesem Umstände haben sich die Endverbraucherpreise für Textilien angepaßt, deren Index gegenwärtig bei 179 (1938 = 100) liegt, wie man auf der Messe hörte. Die Indexzahl für Juli 1952 betrug dagegen noch 189, für September 1951 lag sie bei 207. In dieser Situation hat der Einzelhandel zügig disponiert. Dabei suchte er allerdings sehr sorgfältig nach dem preiswertesten Angebot und verglich kritisch die Konditionen. Trotzdem waren in Hamburg, das seine Bedeutung als große Regionalmesse durch einen verstärkten Besuch aus der weiteren Umgebung bewies, die Verkäufer zufrieden. Uneinheitlich war allerdings der Absatz von Meterware. Die etwa 50 Westberliner Aussteller konnten gute Aufträge buchen. je