Von Herman Wouk

"Ein Buch, das da anfängt, wo die Kriegsbücher aufhören" – so schrieb ein amerikanischer Kritiker über Herman Wouks "The Caine Mutiny", das jetzt unter dem deutschen Titel "Die ‚Caine‘ war ihr Schicksal", übersetzt von Christoph Ecke, im Wolfgang Krüger Verlag, Hamburg, erscheint. Diese Geschichte von den Offizieren und Soldaten des amerikanischen Zerstörers "Caine", der während des zweiten Weltkrieges im Pazifik Dienst tut, ist die Geschichte von Männern, die, umgeben vom Großen Ozean, an der Enge des Schiffes und dem Charakter des Nächsten zerbrechen oder reifen. Wir bringen einen Abschnitt aus dem Roman, der in Amerika ein Bestseller wurde: Der Kapitän des Zerstörers hat unmittelbar vorher, als er Truppen an Land setzte, zu früh abgedreht, um dem feindlichen Feuer zu entgehen.

Whittaker streckte seinen Kopf über die oberste Treppenstufe zur Peilbrücke und rief: "Frassuh, Mistuh Keith." Die ersten Sterne blinkten schon vom Himmel herab. Willie ging hinunter und machte sich mit den anderen Herren über ein ausgezeichnetes Steakdinner her. Als dann der Eßtisch abgeräumt worden war, blieben Willie, Keefer, Maryk und Harding um die grüne Decke sitzen und tranken ihren Kaffee.

"Na", wandte sich Keefer an Maryk und zündete sich eine Zigarette an, "was sagst du zur heutigen Heldentat unseres lieben Old Yellowstain?" – "Hör’ auf damit, Tom!"

"Das war vielleicht ’ne Sache, wie? Fersengeld zu geben, noch ehe wir überhaupt auf dem Abgangspunkt waren: diese armen Schweine in ihren Landungsbooten selbst navigieren zu lassen"

"Tom, du warst ja gar nicht auf der Brücke", sagte der Eins O. "Du kannst nicht mitreden."

"Ich war auf dem Peildeck, Steve, mein Alter, und habe alles gesehn und alles gehört."