Die New York Herald Tribune fügte ihrer letzten Sonnabend-Ausgabe eine umfangreiche Saarbeilage an, die unter zahlreichen Artikeln auch ein Porträt des Saar-Ministerpräsidenten Johannes Hoffmann (Jo-Ho.) enthält. Dieses Porträt, in dem nur mitgeteilt wird, daß Hoffmann einige Jahre an der "Saarbrücker Landeszeitung" gearbeitet und nach der Saarabstimmung zur Flucht gezwungen worden sei, ist äußerst einseitig. Es fehlt darin der Hinweis, daß Hoff mann vorher als Redakteur und Saarreferent des Berliner Scherlverlages und später noch als Chefredakteur der "Saarbrücker Landeszeitung" das Saargebiet stets als einen integrierenden Bestandteil Deutschlands bezeichnet hat. 1934 änderte er’seine Meinung, trat aus der Landeszeitung aus und gründete mit französischem Geld eine andere Zeitung. Um das Porträt zu ergänzen, hätte die amerikanische Zeitung auch noch erzählen können, wie der Besuch des Herrn Hoffmann bei dem damaligen Kardinal-Staatssekretär Pacelli im Jahre 1934 verlief. Zur selben Zeit warteten damals im Vatikan in zwei verschiedenen Vorzimmern der Journalist Johannes Hoffmann und der Führer der christlichen Gewerkschaften Peter Kiefer. Der Diener verwechselte die Visitenkarten, und so kam es, daß Kiefer vom Kardinal-Staatssekretär empfangen wurde, der jedoch meinte, Hoffmann vor sich zu haben. Ohne den Besucher zu Worte kommen zu lassen, sagte der Kardinal-Staatssekretär: "Also so geht das nicht weiter, Herr Hoffmann..."

Vielleicht wüde diese Ergänzung des Porträts die, Leser der New; York Herald Tribüne interessiert haben. r.