An der günstigen Entwicklung des westdeutschen Außenhandels im vergangenen Jahr hat das ehemalige Land Württemberg-Baden, dessen Industrie von jeher in hohem Maße exportorientiert ist, einen wesentlichen Anteil. Hier konnte man die Ausfuhr 1951 gegenüber dem Vorjahr fast verdoppeln (von 663 auf 1265 Mill. DM) und lag mit einem Monatsdurchschnitt von 105 Mill. DM erheblich über dem Durchschnitt des Bundesgebietes. Von diesem Exportergebnis entfallen wiederum, wie dem Jahresbericht der Industrie- und Handelskammer Stuttgart zu entnehmen ist, fast 23 v. H. allein auf die Stadt Stuttgart, deren Aufuhr mit rund 260 Mill. DM fast 60 v. H. des gesamten Exports des Kammerbezirks ausmachte. Der Kammerbezirk Stuttgart, in dem 37 v. H. aller in Württemberg-Baden Beschäftigten tätig sind und mit 1724 Unternehmen 32 v. H. der württembergischbadischen Industriebetriebe liegen, konnte 1951 seinen Exportumsatz fast regelmäßig von Vierteljahr zu Vierteljahr um 25 v. H. auf über 400 Mill. DM steigern.

Dieses eindrucksvolle Ergebnis wird noch durch die neulich veröffentlichten Jahresberichte von drei bedeutenden Stuttgarter Unternehmen unterstrichen. So konnte die Robert Bosch G. m. b. H. über eine starke Zunahme des Direktexports im vergangenen Jahr berichten, der 13,3 v. H. des in der Menge um 30 v. H. gestiegenen Gesamtumsatzes ausmachte. 84 v. H. der Ausfuhr des Unternehmens, die nach über 50 Ländern in allen fünf Erdteilen geht, wurde von den europäischen Ländern aufgenommen. Von den beiden Unternehmen der Fernmeldetechnik in Stuttgart-Zuffenhausen konnte die C. Lorenz AG ihren Exportumsatz verdreifachen. Er erhöhte sich von 3,4 auf 10 Mill. DM. Bei der Mix & Genest AG, deren Umsatz im Jahr 1951 um 34 v. H. angestiegen ist, erhöhte sich der Export auf das Zweieinhalbfache des Vorjahresergebnisses, wobei der Anteil des Umsatzes nach außereuropäischen Ländern von 12 auf 27,4 v. H. zunahm. – Das sind ohne Zweifel Erfolge, die Anerkennung und Beachtung verdienen! C. B.