Bei der Ausgründung der drei Nachfolgebanken der Deutschen Bank wurde darauf hingewiesen, daß die drei neuen Institute (Norddeutsche Bank AG., Hamburg, Rheinisch-Westfälische Bank AG., Düsseldorf, und Süddeutsche Bank AG., München) im Rahmen des Verhältnisses der Eigenkapitalausstattung (20:40:40) die gleiche Startbasis hätten. Die Feststellung gilt jedoch nur für die Eigenkapitalien und für die Bilanzsumme. Schon die Einlagen mußten voneinander abweichen. So sind die Einlagen bei der Rheinisch-Westfälischen Bank um gut 11 v. H. höher als die der Süddeutschen Bank, deren Kreditoren wiederum die der Norddeutschen Bank um mehr als 60 v. H. übertreffen. Ähnliches gilt für das Verhältnis der Termineinlagen zu den Sichteinlagen, Auf der Aktivseite sind bei der Norddeutschen Bank die Nostroguthaben wesentlich höher als bei den Schwesterbanken. Ungefähr gewahrt wurde die Relation der eigenen Wertpapiere. Hier ist es bemerkenswert, daß jedes Institut nicht etwa nur Wertpapiere des eigenen Bezirks erhalten hat, sondern daß ein überbezirk licher Risikoausgleich durch die Hereinnahme von Aktien aus allen Teilen des Bundesgebiets und aus Westberlin erzielt wurde.

Die Gemeinsamkeit der Interessen aus der Vergangenheit wie für die Zukunft wird sinnfällig durch die nicht proportionale, sondern völlig gleiche Aktienbeteiligung an der 1949 gegründeten Berliner Disconto Bank AG. Das wurde in der HV der Deutschen Bank, die in Berlin stattfand, von der Verwaltung besonders hervorgehoben und weiter betont, daß die Hoffnung, die Deutsche Bank in ihrer alten Form wiedererstehen zu lassen, zunächst unerfüllbar geblieben ist. Bei der verschiedenen Struktur in den Arbeitsbezirken wird auch die Entwicklung der drei Tochterbanken verschieden verlaufen. Es wäre auch denkbar, daß später einmal verschiedene Dividenden gezahlt werden, da ein Poolvertrag, wie seinerzeit bei der Gemeinschaftsgruppe Deutscher Hypothekenbanken, nicht besteht. In der