Der kleine Mann – Seite 1

Ich bin der Unbemerkte, der Mann, der nicht

bemerkbar ist,

der Mann, der neben dir im Frühzug saß,

durch den du wie durch eine Fensterscheibe sahst,

der mit der Farbe wie der Wagen, wie der Rauch,

der morgens aus dem Schornstein steigt.

Ich bin der Mann, der um zu leben, zu beschäftigt

Der kleine Mann – Seite 2

lebt,

zu hastig und besorgt, um zu berühren, sehn und

reichen,

der Mann, der zu langmütig und gehorsam ist,

und der zu sanft und selten wünscht.

Ich bin es, den man Rückgrat der Nation nennt,

der ohne Knochen, Spielzeug, wachshaft knet-

Der kleine Mann – Seite 3

bar ist,

der Mann, den man den Kleinen nennt, damit

er es nicht eines Tages wagt

zu wachsen.

Ich bin das Gleis, auf dem sich der Moment er-

eignet,

das Megaphon für viele Worte und Gerede,

Der kleine Mann – Seite 4

ich bin der Vielgesichtige, das Diagramm,

die Walze.

Ich bin der Gelenkte, der Leicht-Beschenkte,

das Instrument, der Nicht-ganz-Dumme,

der gerne sicher und gesund sein möchte,

der niemals jammert, der Gebundne,

der Fein-Gemahlene, der Grund,

Der kleine Mann – Seite 5

Stein-für-ein-Denkmal, und wie ein Kiesel von

den Wassern rund.

Übersetzung: Kurt Heinrich Hansen