Bei der Wintershall AG., Celle, wurde in der oHV die Verteilung von 5 v. H. Dividende für 1951 gegen die Stimmen von zwei Aktionären, die ebenfalls gegen die Entlastung von Vorstand und AR ohne Angabe von Gründen Protest zu Protokoll gaben, beschlossen. Der Rest des Reingewinns einschließlich der Gewinne 1949/50 von zusammen 0,25 Mill. DM wird vorgetragen. Die Wahlen zum AR ergaben die Wiederwahl der gemäß der Satzung ausscheidenden Mitglieder Otto Werthmann, RA Dr. Walter Schmidt, MR Hanns Peters, Bergrat Hermann Pieper, RA und Notar Wilhelm Schmidt, Dir. Martin Schunk und Dir. Hermann E. Schumann. Das seitherige Vorstandsmitglied Dir. Gustav Römer wurde für den aus Gesundheitsrücksichten ausscheidenden Dr. Arnold/Cremer, Lüdinghausen, neu gewählt. Im Hinblick auf die Konsolidierung der Verhältnisse, so führte der Vorsitzer des AR, Otto Werthmann, aus, entschloß sich das Unternehmen, eine zusätzliche Altersversorgung für langjährige Mitarbeiter einzuführen. Die Altersversorgung soll erleichternd eingreifen, wo Sozialrenten nicht in genügender Höhe zur Verfügung stehen. Diese zusätzlichen Leistungen der Wintershall AG. dürften im Jahr, etwa 750 000 DM beanspruchen.

Die Breitenburger Portland-Cement-Fabrik, Hamburg, weist für 1951 nach 1,04 (0,75) Anlageabschreibungen – alle Werte in Mill. DM – einen Gewinn von 0,12 (i. V. 0,06) aus. Die HV, auf der 2,4 Stammaktien und 0,008 Vorzugsaktien vertreten waren, beschloß gegen den Protest zweier Aktionärvertreter (25 500 DM Aktien), die sich für die Verteilung einer Dividende und gegen die hohen Investitionen aussprachen, den Gewinn zur Tilgung des Restverlustes aus 1948/49 in Höhe von 0,10 zu verwenden und den Restgewinn vorzutragen. Der Rohertrag hat sich auf 5,27 (3,60) erhöht. Trotz unzureichender Kohlenzuteilung konnte die Gesellschaft den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr wesentlich ausdehnen. Der Exportanteil stieg auf 57 V. H. (1. V. 38 v. H.) des Gesamtabsatzes. Auch für das laufende Geschäftsjahr wird mit einem Umsatz in Vorjahrshöhe gerechnet.

100 Jahre Waggonfabrik Jos. Rathgeber AG., München. Eine der ältesten und zugleich größten Waggonfabriken des Bundesgebietes, die neben Schienenfahrzeugen auch Obusse, "Boxer"-Raupenschlepper und Bäckereimaschinen herstellt, begeht in diesen Tagen ihr hundertjähriges Jubiläum. Von der Gründung durch den Huf- und Wagenschmied Josef Rathgeber bis zu der heute 1800 Menschen beschäftigenden Fabrik mit 30 Werkhallen und insgesamt 200 000 qm Fabrikgelände war ein weiter Weg. In dem soeben erschienenen GB 1951/52 (30. April) werden die geringen Aussichten für die Finanzierung des Nachholbedarfs beklagt. Dagegen rechnet man bei Raupenschleppern mit einem erheblichen Geschäft im kommenden Jahr. In Mill. DM: Rohüberschuß 9,20 (9,31), dagegen Personalkosten 6,59 (6,49), soziale Leistungen 0,95 (0,85), Anlageabschreibungen 0,48 (0,71), Steuern 0,86 (0,94), 0,044 Reingewinn werden vorgetragen. Anlagen 3,37 (2,88); im 11,81 (13,47) Umlaufsvermögen 8,91 (9,06) Warenbestände, 1,92 (3,27) Liefer- und 0,52 (0,26) sonstige Forderungen, andererseits AK unv. 4,238, Rücklagen 1,86 (2,41), Rückstellungen 0,44 (0,59), Verbindlichkeiten 8,25 (8,68), davon Anzahlungen 4,20 (1,84), Lieferschulden 1,09 (2,40), Bankschulden 1,09 (2,81). Während 1951 durch einen türkischen Auftrag über 70 Kühlwagen in Höhe von etwa 700 000 $ der direkte Export etwa 18 v. H. des Gesamtumsatzes ausmachte, erging 1952 ein Exportauftrag über 35 Personenkastenwagen nach Indien in Höhe von 256 000 £. An der Lieferung von Trolleybussen nach Argentinien ist das Werk mit dem Aufbau von 75 Fahrzeugen beteiligt. Bei wenig kontinuierlichen Aufträgen durch die Bundesbahn werde eine Verlagerung des Schwergewichts auf kleine Zugeinheiten deutlich. Im Exportgeschäft, wo sich der Verlust der Ostmärkte (Jugoslawien, Bulgarien, Rumänien) bemerkbar macht, erschweren die Exportsubventionen von Belgien, Frankreich und Italien den Wettbewerb immer mehr.

Westdeutsche Waggon schloß, wieder mit Verlust. Die Vereinigte Westdeutsche Waggonfabriken AG, Köln, mit Werken in Deutz und in Mainz-Mombach, schloß das Geschäftsjahr 1950/51 (30. Juni) mit einem Verlust von 1,43 Mill. DM, so daß sich einschl. Verlustvortrag der Gesamtverlust per 30. Juni 1951 auf 2,22 Mill. DM stellt. Das ungünstige Geschäftsergebnis ist auf die gedrückten Preise im In- und Auslandgeschäft zurückzuführen sowie auf Kostenerhöhungen gegenüber den kalkulierten Preisen. Nach wie vor reichen die Aufträge seitens der Bundesbahn bei weitem nicht aus, um die Gesamtkapazität der Deutschen Waggonindustrie zu beschäftigen. Die schleppende Anlieferung von Walzmaterial wirkte sich nachteilig auf die Ausführung der Aufträge aus, und im Exportgeschäft sind die Preisunterbietungen seitens der ausländischen Konkurrenz sehr fühlbar.

Die wirtschaftliche Gesundung der Waggon- und Maschinenbau-GmbH. (WUMAG) Hamburg soll im Rahmen des Arbeitsbeschaffungsprogramms des Hamburger Senats durch die Zusammenlegung der bisher in Hamburg verstreut liegenden Fertigungsbetriebe auf dem Steinwerder-Gelände im Hafen, auf dem auch die demontierte Werft Blohm & Voss ihren Sitz hat, herbeigeführt werden. Von der WUMAG werden vor allem schwere Schiffs-Diesel hergestellt. Diesem Teil des hamburgischen Arbeitsbeschaffungsprogramms will der Senat 7 Mill. DM zur Verfügung stellen.

Lübecker Flender-Werke: 6 v. H. Dividende. Die Lübecker Flender-Werke AG, Lübeck, verteilt für 1951 eine Dividende von 6 v. H. (1. V. Verlust) auf das 5 Mill. DM betragende Grundkapital, Bei einem Rohertrag von 11,89 (7,33) – alle Werte in Mill. DM – und 0,67 (0,72) Anlageabschreibungen sowie fast unverändert 0,35 Soforthilfeabgabe verbleibt ein Gewinn von 0,34 (1950: 0,03 Verlust), der sich um den Verlustvortrag auf 0,31 verringert. Der Umsatz hat sich im Berichtsjahr gegenüber 1950 um mehr als die Hälfte erhöht. An Neubauten wurden sieben Frachtschiffe mit insgesamt 48 000 Tragfähigkeit abgeliefert. Das Reparaturgeschäft hat sich ebenfalls ausgedehnt. Der derzeitige Auftragsbestand von 23 Schiffsneubauten mit einer Tragfähigkeit von insgesamt 175 000 t sichert für die nächsten Jahre ausreichende Beschäftigung,

Die Stolberger Zink AG. für Bergbau und Hüttenbetrieb, Aachen, berichtet, daß das Geschäftsjahr 1951 befriedigend verlaufen sei, wobei die Produktion sowohl auf der Grubenwie auch auf der Hüttenseite wieder gestiegen ist. Der Absatz war 1951 auf der ganzen Linie flüssig. In dem Berichtsjahr wurden wieder erhebliche Beträge investiert, doch heißt es, daß die ungewöhnlich hohe steuerliche Belastung keine ausreichenden Investitionen aus eigenen Mitteln ermögliche. Ohne grundlegende Änderungen hierin werde sich eine Anpassung der Betriebe an die hochentwickelte Technik des Auslandes nicht durchführen lassen. Das Jahr 1951 schließt mit einem Gewinn von 2,2 Mill. DM, aus dem 5 v. H. Dividende auf 17,5 Mill. DM AK verteilt werden.