In den letzten Monaten unterlag der Kurs für die Einfuhranrechte einem anhaltenden Druck, der sich jetzt noch dadurch verschärft, daß mit einer nochmaligen Verlängerung der August- und Septemberfälligkeiten über den 31. Oktober hinaus nicht zu rechnen sein wird. Damit haben sich die Hoffnungen der Exporteure, die mit der Hinausschiebung des Verfalltermins verknüpft waren, nicht erfüllt. Mitte Juli war schon einmal eine ähnliche Maßnahne wegen der Juli-Fälligkeiten ergangen. Das geschah damals hauptsächlich aus technischen Gründen, da zu dieser Zeit noch erhebliche Unklarheiten hinsichtlich der Positivliste gestanden und zudem verschiedenen Exporteuren Einfuhrnrechte erst verspätet gutgeschrieben worden waren.

Im August hatte die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Exporteur vereine gemeinsam mit der Hamburger und Bremer Handelskammer eine erneute Verlängerung der Anlienungsfrist beantragt, um ein Ansteigen der stark gefallenen Kurse zu erreichen. Als Gründe für diesen Kursrückgang wurden die britischen Maßnahmen, Dollar-Rohstoffe gegen Pfand Sterling im EZU-Raum zur Verfügung zu stellen, angesehen. Die sich daraus für den Außenhandel ergebende neue Laje setzte die Einfuhranrechte für den deutschen Importeur im Wert herab.

Nun hat es sich jedoch gezeigt, daß die mehrmaligen Verlängerungen ohne den gewünschten Erfolg geblieben sind. Während die Einfuhranrechte Mitte August noch auf der Basis von 9 1/2 v. H. (Aufgeld auf den amtlichen Dollarlurs) gehandelt wurden, sind sie bis Ende der letzten Woche auf rund 6 3/4 v. H. zurückgegangen. Dabei ergaben sich für die einzelnen Fälligkeiten kaum wesentliche Differenzen Wenn der Angebotsdruck sich mit Ablauf dieses Monats verringert hat, falls sich die Importeure einen reellen Gewinn von der Einfuhr der in der Positivliste enthaltenen Güter versprechen, könnte es durchaus wieder zu einer Kurserholung lommen.

–t.