In dem dänischen Dorf Bredebro erklärte der dänische Außenminister Kraft in einer Versammlungsrede, er habe beim Auswärtigen Amt in Bonn Vorstellungen wegen des Zuzugs von Ostzonenflüchtlingen nach Schleswig-Holstein erheben lassen. Die deutsche Behörde soll erwidert haben, die Flüchtlinge seien nur vorübergehend in Schleswig-Holstein untergebracht. Diese beschwichtigende Auskunft ist gewiß diplomatisch, aber im Grunde nicht die richtige Antwort. In Wirklichkeit kann nämlich die deutsche Bundesregierung den Flüchtlingen gar nicht vorschreiben, wo sie sich niederlassen sollen, und überdies geht es unsere dänischen Nachbarn gar nichts an, wie viele Flüchtlinge in Schleswig-Holstein leben. A.