Die Tausendzünder – welcher Raucher möchte darauf verzichten? – haben sich zu einer scharfen Konkurrenz der Zündhölzer entwickelt. Auch im vergangenen Jahr konnte der Zündholzabsatz in Deutschland noch nicht wieder dem Vorkriegsstand angepaßt werden: 1951 wurden je Kopf der Bevölkerung des Bundesgebietes 30 v. H. Streichhölzer weniger abgesetzt als in der Vorkriegszeit. Dafür macht man vor allem die hohe Zündwarensteuer verantwortlich, die etwa das Zehnfache der Vorkriegszeit beträgt, während die Tausendzünder von jeder Verbrauchssteuer befreit sind. Immerhin haben die 26 Zündwarenfabriken des Bundesgebietes – sie fabrizierten 1951 rund 65 Mrd. Stück Zündhölzer – im Vorjahr 58,7 Mill. DM aus der Zündwarensteuer und 3,9 Mill. DM aus dem Zündwarenmonopol an den Bund abgeführt.

Die Deutsche Zündwaren-Monopolgesellschaft beerichtet für 1951 über einen Gewinn von 4,83 Mill. DM. Das 1:1 auf 1 Mill. DM umgestellte AK der Deutschen Zündwaren-Monopolgesellschaft ist zur Hälfte in den Händen der deutschen Zündholz-Herstellergruppe und zur anderen Hälfte im Besitz des schwedischen Zündholzkonzerns Svenska Tändsticksbolaget in Jönköping.

Sehr zuversichtlich dürfte man die Absatzaussichten kaum beurteilen, sonst würden wohl die westdeutschen Zündholzhersteller nicht so betont eine Besteuerung der Feuerzeuge bzw. Feuersteine verlangen. Das scheint uns allerdings ein aussichtsloser Ausweg zu sein. Wir erinnern uns, daß es in Deutschland bereits einmal eine solche Feuerstein-Steuer gab. Damals aber hat man sie schleunigst wieder abgeschafft, nachdem sich herausstellte; daß der vereinnahmte Steuereitrag in keinem Verhältnis zu den Aufwendungen für die Verwaltungskosten stand... ww.