Deutsche Uhren haben in der Welt einen guten Ruf. In der Hauptsache werden große Uhren und Großuhrenteile ausgeführt. An der Spitze der Abnehmer steht Europa vor den USA, Asien, Australien und Afrika. Schweden bezog im Vorjahr aus Deutschland Uhren im Werte von 8,1 Mill. DM, gefolgt von Holland mit 7,7 Mill. DM sowie Belgien–Luxemburg mit 7,4 Mill. DM. Selbst das führende europäische Uhrenland, die Schweiz, kaufte für 6 Mill. DM deutsche Uhren. Nach Italien gingen Uhren im Werte von 4,5 Mill. DM und nach der Türkei Sendungen für 3,9 Mill. DM. Insgesamt beliefen sich die Exporterlöse des Vorjahres auf 99,9 Mill. DM, während sie 1950 nur 56,6 Mill. DM erreicht hatten. Die Einfuhren hatten 1951 immerhin einen Wert von etwa 31 Mill. DM.

Die in der Bundesrepublik produzierenden 403 Betriebe stellten 1951 rund 17 136 Mill. Uhren im Werte von 225,5 Mill. DM her. Den ersten Platz behaupten die Großuhren mit 12,3 Mill. Stück für 108 Mill. DM, während die Armbanduhren-Produktion mit 4 Mill. Stück zu einem Wert von 101,9 Mill. DM auf dem zweiten Platz rangiert. Die Produktion an Taschenuhren erreichte kaum 595 000 Stück; sie hatten einen Wert von 6 Mill. DM. Das Zentrum der westdeutschen Uhrenindustrie liegt in Württemberg-Hohenzollern. Hier entstehen dem Wert nach 45 v. H. der gesamten Uhrenerzeugung. Es folgen dann Baden, Württemberg-Baden und Bayern, das übrigens mit einer Produktion von 1,3 Mill. Stück durchaus einen bedeutenden Platz innerhalb der deutschen Uhrenproduktion einnimmt. Die Industrie erwartet in diesem Jahr eine erhebliche Exportsteigerung, zumal bereits von Januar bis Mai Uhren im Werte von 44 Mill. DM ausgeführt werden konnten. Deutsche Qualitätserzeugnisse stoßen eben trotz stärkster ausländischer Konkurrenz überall in der Welt auf eine verstärkte Nachfrage. we.