Einen bemerkenswerten Schritt zur spürbaren Senkung der hohen Baukosten, der in allen Teilen Westdeutschlands sicher sehr bald Nachahmung finden dürfte, unternahm die Gemeinnützige Siedlungs AG., Hamburg. In Hamburg-Sülldorf (S-Bahn-Station Iserbrook) errichtete sie zweistöckige Reihenhäuser mit insgesamt 239 Wohnungen, die erstmalig in Montagebauweise ausgeführt wurden. Die Hauswände, einbaufertig geliefert, bestehen aus Porenbeton, der von den Hamburgischen Electricitäts-Werken in ihrem Kraftwerk Alt-Garge aus bisher wertlos angesehenen Abfallstoffen produziert wird. Die neue Bauweise erlaubt es, zweistöckige Wohnbauten in vier Monaten zu errichten, wobei man bereits jetzt auf eine 17 prozentige Kostenersparnis verweisen kann und die Hoffnung hegt, sogar auf eine Einsparung von 20 v. H. zu kommen. Bürgermeister Dr. Nevermann bezeichnete diese Pionierarbeit der Siedlungs-AG. als einen wichtigen Schritt von dem bisherigen Gerede über die Baupreissenkung zur entscheidenden Tat. Ohne Zweifel dürfte er der vorbehaltlosen Zustimmung aller Wohnungsuchenden sicher sein. – Bis zum 2. November steht die Reihenhaussiedlung (Architekt Köster) von 10 bis 18 Uhr zur Besichtigung zur Verfügung, die vor allem deshalb interessant ist, weil Architekt Rudolf Grabbe einige Wohnungen bereits mit W.-K.-Sozialwerk-Möbeln sehr praktisch und doch äußerst geschmackvoll ausgestattet hat. we.