DIE ZEIT

Wem zuliebe?

Im Fernen Osten wie in Europa haben die Vereinigten Staaten totalitär gesinnte Gruppen als Bollwerk gegen den Kommunismus unterstützt.

Lindert die Not

Auf unseren Aufruf, den Flüchtlingen in Berlin und Holland zu helfen, sind bisher für die Berlin-Hilfe 4049,40 DM, für die Holland-Hilfe 1805,50 DM als Spenden eingegangen.

Atompolitik muß geändert werden

Vor kurzem hat die Atom-Energie-Commission (AEC) der Vereinigten Staaten ihren dreizehnten Halbjahresbericht an den Kongreß, der die Monate Juli bis Dezember 1952 umfaßt, veröffentlicht.

Kinoreklame

Man ist fast zu Tränen gerührt, wenn man die Selbstlosigkeit feststellt, mit der Filmproduzenten aller Länder und Kinobesitzer an der Aufklärung der Bevölkerung arbeiten: an der Aufklärung in jeder Bedeutung des Wortes, in aller erster Linie natürlich an der sexuellen Aufklärung.

Stets legal

Das Haftprüfungsverfahren im Falle Naumann vor dem britischen Obergericht in Bielefeld ist ohne Festsetzung eines neuen Termins unterbrochen worden.

Burnham und Dulles

Präsident Eisenhower hat seine erste Pressekonferenz abgehalten. Wenn sie auch sehr viel kürzer verlief, als unter seinen Vorgängern Roosevelt und Truman üblich war, und wenn auch der Präsident sich niemals die Leitung des Frage- und Antwortspiels von einem Journalisten aus der Hand nehmen ließ, so brachte sie doch genug zutage, was für die Kenntnis der zukünftigen Außenpolitik bedeutungsvoll ist.

Das böse, böse Deutschland

Amerika gilt, gewiß nicht mit Unrecht, als das Land, in dem mehr als sonstwo jeder des anderen Meinung gelten läßt. Nur bei gewissen Lebensfragen sind der Toleranz Grenzen gesetzt, gegenwärtig zum Beispiel bei der kommunistischen Frage.

Mundwerk auf - Mundwerk zu...

Na, was hat er denn eigentlich gesagt? – Das fragten in Bayern viele, als der Skandal um Walter von Cube losging. Der bayerische Rundfunk ist nämlich, was seine politischen Sendungen angeht, im eigenen Lande nicht gar populär.

Tagebuch der Zeit: Moskau – Santiago – Wien

Das auffallendste Ereignis in Moskau war in der vergangenen Woche die Tatsache, daß Stalin den Botschafter Indiens, Menon, und den Vorsitzenden des allindischen Friedenskomitees und Träger des Stalin-Friedenspreises, Dr.

Warum die Sowjets die Juden vernichten

Zu den offenbar unausrottbaren Irrtümern gehört die Vorstellung, die Judeaemanzipation sei durch philosemitische Strömungen in Gang gekommen.

Rundfunkgesetz

Das Bundesinnenministerium hat sich bei der Ausarbeitung des nun vorliegenden Rundfunk-Gesetzentwurfes auf die Regelung überregionaler Aufgaben beschränkt: Kurzwellen- und Langwellensendungen für das Ausland und die Sowjetzone, Fernsehen und Forschung.

Nicht ohne Deutschland

Auf das Selbstbestimmungsrecht und die Atlantikcharta beruft sich die Entschließung zugunsten der von der Sowjetmacht unterjochten Völker, die Präsident Eisenhower dem Kongreß vorgelegt hat.

Lübecks Theater

Minister, Senatoren, Theaterbesucher und, nicht zu vergessen, die Jugend legten im letzten Wochenende in Lübeck ein leidenschaftliches Bekenntnis zum Theater ab.

Das Leben durchstehen

Am 12. Februar sprach Jean-Paul Sartre vor einer großen Zuhörerschaft in der Freiburger Universität über „Les relations sociales“.

Der Winterschläfer

Matthias war sehr abhängig vom Tageslicht. Er fühlte sich klar und hell, solange es Tat, war, sobald es aber dämmerte oder Nacht wurde, waren seine Augen trübe, und das Gähnen kam mit solcher Gewalt durch den Mund in seinen Körper, daß er oft nur mit großer Mühe sich an einen Platz schleppte, wo er schlafen konnte.

Prominente von unten gesehen

Als wir vom Krieg zurückkehrten, dachten wir, was wahrscheinlich alle jungen Menschen aller Länder und Zeiten in gleicher Situation gedacht haben: nun müsse alles endlich anders werden, besser und gesünder.

„Trionfo di Afrodite“

Zugleich mit der Uraufführung des „Trionfo di Afrodite“, den Carl Orff ein „szenisches Konzert“ nennt, bot die Mailänder Scala mit der „Carmina burana“ (1936) und der „Catulli carmina“ (1943) die erste zusammenhängende Wiedergabe der drei Stücke, die der Komponist zu einem theatralischen Triptychon „Trionfi“ zusammengeschlossen hat.

Falscher Demetrius – falscher Schiller

Was Goethe – sich selbst und uns zum Bedauern – unterlassen hatte: dem toten Schiller mit seiner Vollendung des „Demetrius“-Fragmentes „die herrlichste Totenfeier“ zu stiften, unternahm der Marburger Theodor B.

Die Lerche

Der Autor dieser Erzählung ist vielleicht die interessanteste Erscheinung unter den österreichischen Romanciers der Gegenwart.

Liebling der Grazien

An bedeutenden Darstellern fehlt es der deutschen Bühne heute nicht, an bedeutenden Regisseuren ebensowenig, und in einem Falle, bei Gustaf Gründgens, ist sogar die Personalunion Darsteller-Regisseur-Theaterleiter imponierend verwirklicht.

Die strahläugige Sünde

„Es gibt nur eine Art, sich dem Mysterium des Bösen zu nähern“, sagte François Mauriac, als er in Stockholm den Nobelpreis empfing, „leugnen wir das Böse nicht, so müssen wir es nehmen, wie es sich in uns und außer uns offenbart, das heißt in unserer persönlichen Geschichte, der Geschichte unserer Leidenschaft, und in der äußeren Geschichte, die durch den Machtwillen der Staaten mit dem Blut von Menschen geschrieben wird.

Dienstvorschrift zum Streik

Obwohl im Jahre 1329 bereits ein erster Ausstand – es waren die Gürtler in Breslau – stattgefunden haben soll, ist der Streik doch eine Angelegenheit des Liberalismus und der Demokratie.

Rehabilitierung eines großen Dichters

Mit nichts kann man den Spießern so wenig imponieren wie mit Lyrik. Weil nämlich Gedichtemachen diesen Leuten „keine Kunst“ zu sein scheint, sondern ein Zeitvertreib, dem sie selbst fast ausnahmslos nebenbei huldigen.

Aus Geheimschrift entschlüsselt

Die berühmten Tagebücher unserer Zeit (André Gices „Journal“, Ernst Jüngers „Strahlungen“, Cynl Connollys „Grab ohne Frieden“, John Steinbecks „Logbuch des Lebens“) sind von ihren Verfassern zwar zur Bewältigung innerer Unruhe niedergeschrieben worden, aber doch so, daß eine Öffentlichkeit mit im Blickfeld war, die von den Aufzeichnungen Kenntnis nehmen konnte.

Vielfältiges Angebot der Branchen

Wenn am 1. März die Porzellanindustrie in Hannover im neuen, zum größten Teil auf ihre Initiative hin erbauten Messehaus ihre Kollektionen aufbaut und ausstellt, so beginnt damit wieder ein neuer Abschnitt in den so traditionsreichen Wechselbeziehungen von Porzellan und Messe, so daß es wohl angebracht ist, kurz Rückblick und Ausschau zu halten.

Ein Erfolg

Auch nach dem Inkrafttreten der Ermäßigung des berüchtigten „Kriegszuschlages“ auf Schaumwein von drei auf eine Mark war der Bundesfinanzminister nicht ganz davon überzeugt, daß mit dieser Steuerermäßigung auch wirklich die angestrebte Umsatzsteigerung erreicht werden würde.

Deutsche Hotels gegen Flugzeuge

Es war nicht von ungefähr, daß der Präsident des größten amerikanischen Überseeluftverkehrsunternehmens, Mr. Juan P. Trippe von den Pan American World Airways, in Bonn einen Orden um den Hals gehängt bekam.

Deutschland bezahlt seine Schulden

Die große Zahlungsbilanzkrise der dreißiger Jahre ließ deutlicher als je zuvor die innere Verhaftung aller internationalen Schuldverpflichtungen im Transferproblem erkennen.

Fiasko der deutschen Gütertarifpolitik

Der nachfolgende Beitrag beschäftigt sich mit der schwierigen Finanzlage der Deutschen Bundesbahn und setzt sich für eine beschleunigte Bereinigung der bisherigen und offensichtlich verfehlten Gütertarifpolitik ein.

Dreifacher Verbrauch

Die bedeutendste Rolle in der Energieversorgung Schleswig-Holsteins kommt dem 1949 bis 1951 erheblich vergrößerten modernen Großkraftwerk Lübeck-Siems an der Trave zu.

Die Aktie steht zur Diskussion

Die deutsche Wirtschaftspresse müßte sich mehr dafür einsetzen, das politische Klima rund um die Aktie zu verbessern. So war kürzlich im Kreise der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Wertpapierbörsen zu hören.

Zunächst Schutt wegräumen

In unserer Ausgabe vom 22. Januar hat der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Geld und Kredit, Hugo Scharnberg, unter dem Motto „Eigentum für den kleinen Mann“ ein gewichtiges Wort für den Werkspargedanken eingelegt.

In der Schwebe

Seitdem sich die Freien Demokraten entschlossen haben, über den künftigen Aufbau der Bundesbank das Verfassungsgericht entscheiden zu lassen, ist es etwas stiller um den Notenbankstreit geworden.

Montane verloren weitere Punkte

Die Börse blieb allen äußeren Einflüssen gegenüber weitgehend unempfindlich. Das gilt sowohl für die unerfreulichen Dinge, die sich auf innen- und außenpolitischem Gebiet abspielen, aber auch für alle jene Bemühungen, die die Wiederbelebung des Aktienmarktes zum Ziele haben.

Lebenshaltungskosten halten sich unverändert

Der Produktionsindex ist im Januar stärker, als sonst zum Jahresanfang üblich, zurückgegangen. Hieraus auf eine konjunkturelle Einbuße in der Produktion zu schließen, wäre verfrüht.

Neue Phase für Berlin

Zu den 500 Mill. DM Krediten aus Gegenwertmitteln, die der Westberliner Wirtschaft in knapp drei Jahren zuströmten, sind in den letzten Wochen nicht weniger als 280 Mill.

Der Käse-Äquator

In Westdeutschland und in West-Berlin wird augenblicklich eine intensive Werbung zur Förderung des Absatzes von Schmelzkäse durchgeführt.

Klarheit über die Otto-Wolff-Gruppe

RIt. Düsseldorf, Ende Februsr Mit Wirkung vom 20. Februar 1953 hat die Combined Stetl Group nun auch die Neuordnung im Bereich der Eisenhandeligesellsdiaft O t t o W o l f f, K ö l n, genehmigt.

Gelockerte Zwangswirtschaft

Am 4. Februar 1953 ist vom Bundestag das „Wohnraumbewirtschaftungsgesetz“ beschlossen worden, das die auf dem Gebiete der Wohnraumwirtschaft bestehenden Alliierten Kontrollratsbestimmungen durch eine aufgelockerte deutsche gesetzliche Regelung ablöst.

Messestart

Der vergangene Sonntag stand in Westdeutschland im Zeichen eines glanzvollen Messestarts in Frankfurt, Köln und Offenbach. Die Internationale Frankfurter Frühjahrsmesse auf der sich 3500 Aussteller mit einem reichhaltigen Konsumgüter-Angebot ein Stelldichein geben, wurde von Bundespräsident Heuss eröffnet, der die Frankfurter Messe als ein „Vormodell europäischer Marktbildung“ bezeichnete.

Und südlich der Pyrenäen...

Erster amerikanischer Botschafter in Madrid nach der Aufhebung des Spanienboykotts der UNO war Mr. Griffith, früherer Aufsichtsratsvorsitzender von Metro-Goldwyn-Mayer.

Südamerika wartet...

Sammetweich gleiten die silbernen „Trolebusse“ deutscher Herkunft mit dem Mercedes-Stern am Kühler durch die breiten Avenidas der Hauptstadt Argentiniens.

New York lobt alte deutsche Filme

Gibt es deutsche Filme in New York? Ja, massenhaft! Spielt die deutsche Filmkunst in New York zur Zeit eine Rolle? Nein – fast gar keine! – Was heißt das? Es ist weder ein Witz noch eine Paradoxie, sondern Ausdruck einer schlichten Tatsache.

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