Westdeutschlands Außenhandel über Hamburg erreichte im vergangenen Jahr nach den Feststellungen des Handelsstatistischen Amtes einen Wert von 8,37 Mrd. DM und hatte damit eine Wertsteigerung von 7,1 v. H. Diese erfreuliche Feststellung darf nicht zu optimistisch gewertet werden. Auch das Handelsstatistische Amt ist der Ansicht, daß die fast stürmische Aufwärtsbewegung der vergangenen Jahre im wesentlichen abgeschlossen ist. Immerhin erbrachte der hamburgische Außenhandel im Vorjahr noch einen Mengenanstieg von 12 v. H.

Die Einfuhr überschritt mit 4,67 Mrd. DM die Importe des Jahres 1951 lediglich um 4,4 v. H. Hierbei kommt die seit Mitte des Vorjahres fallende Tendenz der wichtigsten Weltmarktpreise besonders deutlich zum Ausdruck. Das Importvolumen dehnte sich um fast ein Fünftel aus. Die Ausfuhr wies einen Anstieg um rund 10 v. H. gegenüber 1951 aus und erreichte einen Wert von 3,7 Mrd. DM. Hier ist jedoch die Hälfte der Wertzunahme auf die erhöhten Ausfuhrpreise zurückzuführen. Die wieder steigende Bedeutung der Hansestadt Hamburg für den deutschen Außenhandel kommt in der Feststellung zum Ausdruck, daß 28,8 v. H. aller westdeutschen Einfuhren und 21,9 v. H unserer gesamten Exporte im letzten Jahr über Hamburgs Hafen gingen...

Die direkten Ausfuhrlieferungen der Hamburger Firmen hatten 1952 einen Wert von rund 1,7 Mrd. DM und überschritten damit das Ergebnis von 1951 um knapp 7 v. H. Bedeutendster Kunde der hamburgischen Unternehmungen waren die Niederlande. Ihnen folgten Schweden, Belgien, die Schweiz, Frankreich, die USA, Großbritannien und Italien. Auf dem amerikanischen Kontinent war nach den USA Brasilien das wichtigste Bestimmungsland hamburgischer Exportgüter. Die Südafrikanische Union nahm in Afrika und Indien in Asien den ersten Platz unter den Kunden Hamburgs ein. ww