AUSSENHANDEL

Die Verlagerung der deutschen Ausfuhrerlös-Kontrolle auf die Landeszentralbanken und (endlich) eine Verringerung der für die Ausfuhrerklärungen vorgeschriebene Zahl der Ausfertigungen hat ein beim Bundeswirtschaftsministerium gebildeten Arbeitskreis in einem Gutachten vorgeschlagen.

Zu den alten Bedingungen der Pauschaldeckung sollen künftig alle Exportverträge versichert bleiben, die vor der möglichen Verkündung einer „Vorwarnung“ abgeschlossen waren, wurde zwischen dem Bundeswirtschaftsministerium und dem Bundesfinanzministerium vereinbart.

Der deutsche Weinexport ist im vergangenen Jahr von 37 000 h1 (13,3 Mill. DM) auf 35 390 hl (12,4 Mill.) zurückgegangen. Dagegen konnte der Schaumwein-Export von 117 565 auf 159 216 Flaschen in 1952 erhöht werden.

Zur Herabsetzung des türkischen Außenhandelsdefizits bereitet die Regierung eine Reihe von Maßnahmen vor, die u. a. die Standardisierung und genaue Fabrikationsanweisung für einheimische Textilwaren vorsehen. Ferner bereitet man eine Liste von Waren vor, die bevorzugt mit Einfuhrlizenzen bedient werden sollen.

Schwedens Außenhandelsdefizit ist von 11 Mill. sKr (8,9 Mill. DM) im Dezember auf 116 Mill. sKr (94 Mill DM) im Januar angewachsen.

Der brasilianische Außenhandel schloß 1952 mit einem Defizit von 11,1 Mrd. Cruzeiros ab. Einfuhren im Werte von 37,2 Mrd. standen Ausfuhren von nur 26,1 Mrd. gegenüber.