Das vergangene Jahr brachte Kolumbien wirtschaftliche Erfolge auf fast allen Gebieten. Die Geschäftstätigkeit blieb auch noch zu Anfang dieses Jahres auf relativ hohem Niveau. In Produktion und Handel werden die Aussichten für die kommenden Monate, wie von der Norddeutsche Bank AG. zu hören ist, im allgemeinen optimistisch beurteilt. 1952 schloß für Kolumbien mit einem Devisenüberschuß von rd. 20 Mill. US-$ gegenüber einem Überschuß von nur 2 Mill. in 1951 und einem Defizit von etwa 27 Mill. in 1950.

Die Kaffee-Exporte stiegen im Laufe des Januar 1953 stark an. In den ersten drei Wochen d. J. wurden 461 360 Sack Kaffee zu je 60 kg im Werte von rd. 34,2 Mill. US-$ ausgeführt; im gleichen Zeitraum belief sich der Wert der erteilten Einfuhrlizenzen auf insgesamt 20,65 Mill. US-$. Die saisonale Anspannung auf dem Geldmarkt Ende 1952 veranlaß te die Banken, ihre Rediskontverpflichtungen bei der Zentralbank sehr stark (auf Col. $ 264 Mill.) zu erhöhen. Die Liste der Waren, deren Einfuhr nach Kolumbien verboten ist, wurde um die „Zollposition Ex 739 Zubehörteile für Haushaltsund Büromöbel aus Gußeisen oder Stahl“ ergänzt.

Nunmehr dürfen auch Fischkonserven aus allen Ländern unter Verwendung der sog. „Importanrechte“ eingeführt werden. Diese Importanrechte werden für die Ausfuhr einiger kolumbianischer Erzeugnisse gewährt und können zur Einfuhr bestimmter Waren, deren Import sonst verboten ist, verwendet werden. E.