Zahlenspiegel des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Berlin

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung schätzt den Index der industriellen Produktion für Februar auf 150 (1936 = 100). Das würde eine Steigerung gegenüber Januar um 10 Punkte bedeuten. Bei diesem Vergleich ist allerdings zu beachten, daß der amtliche Index bei der arbeitstäglichen Umrechnung im Januar aus methodischen Gründen den Arbeitsausfall am 2. und 3. Januar nicht berücksichtigen konnte. Anderenfalls hätte dieser Index im Januar 145 und 147 betragen müssen. Da die Indexreihe ab Dezember 152 – 147 – 150 genau dem saisonüblichen Verlauf folgen würde, ist festzustellen, daß die industrielle Produktion sich konjunkturell nichtverändert hat (vergl. den saisonbereinigten Index des DIW). Gegenüber dem Vorjahr betrug die Steigerung der industriellen Produktion im Januar 9 v. H., im Februar 10 v. H.; im einzelnen lagen in den vergangenen drei Monaten die Investitionsgüterindustrien um 7 v. H., die Verbrauchsgüterindustrie dagegen um 16 v. H. höher als in den entsprechenden Vorjahrsmonaten.

Die Zahl der Arbeitslosen ist seit Mitte Februar um 91 000 gesunken; sie liegt hiermit um 12 000 niedriger als Ende Januar und um 82 000 niedriger als vor einem Jahre. Dies ist als Zeichen dafür zu werten, daß der winterliche Rückgang in der Bauwirtschaft in der letzten Februarwoche überwunden wurde. Entsprechend ist nunmehr mit einer raschen Zunahme der Beschäftigtenzahl zu rechnen.

Der Kursdurchschnitt der Aktien ist im Februar gegenüber dem Vormonat um 2,6 Punkte gesunken und liegt damit um 28,4 Punkte (d. s. 22 v. H.) unter Vorjahrsstand. Hierin macht sich unter anderem die Bevorzugung der festverzinslichen Papiere im ersten Gesetz zur Förderung des Kapitalmarktes bemerkbar, so daß weitere Maßnahmen, die nunmehr auch dem Aktienmarkt zugute kommen müßten, dringend erforderlich sind.

In den USA ist der Index der Industrieproduktion von Januar auf Februar saisonbedingt um einen Punkt gestiegen. Er liegt damit um 8 1/2 v. H. über Vorjahrshöhe. Die Produktion der freien Welt im ganzen hat sich ähnlich entwickelt. – Der DIW-Index der Weltmarktpreise zeigt weiterhin eine leichte Abschwächung. Das Preisniveau des Vorjahrs (Anfang 52) ist nunmehr um 12 v. H. unterschritten.