Ewald-König Ludwig 1 : 1,3. Die zur Reichswerke-Gruppe gehörende Bergbau AG Ewald-König Ludwig, Herten i. W. veröffentlicht jetzt ihre rückständigen Abschlüsse und Berichte für die Jahre 1942 bis 1951 sowie die DM-EB. Danach wird das AK von bisher 60 Mill. RM im Verhältnis 1 : 1,3 auf 78 Mill. DM aufgestockt und der überschießende Vermögensbetrag von 103,9 Mill. DM den Reserven und Rücklagen zugeführt. Das Unternehmen hat zur Zeit 21 147 Arbeiter und 1594 Angestellte. Die Kohlenförderung wird für 1951 mit 4,68 Mill. t und einschließlich der zur Ewald-König Ludwig gehörenden Gewerkschaft Haus Aden mit 5,35 Mill. t, die Kokserzeugung mit I,2 Mill. t angegeben. Die zum Unternehmen gehörende Niederrheinische Schiffswerft, Duisburg-Ruhrort, hat 1945 mit 4 Kähnen wieder angefangen und bis 1951 einen Schiffsbestand von 36 Kähnen mit 49 660 t und 2 Schleppern mit 2350 PS erreicht. Als Rohertrag wird für 1951 ein Betrag von 143,11 Mill. DM ausgewiesen. Nach Abschreibungen von 16,3 Mill. DM wird ein Verlustvortrag von 0,13 Mill. DM getilgt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist somit ausgeglichen. In der Bilanz erscheinen Anlagen mit 194,09, Beteiligungen mit 29,4, Warenforderungen mit 24,16, Konzernforderungen mit 13,2, andererseits Rücklagen mit 93,4, Wertberichtigungen mit 5,8, Rückstellungen mit 26,3 und Gesamtverbindlichkeiten mit 57,46 Mill. DM, davon betragen Anleihen 27,67 und Akzepte 7,45 Mill. DM.

Wieder Dockbau und Schiffsreparaturen bei Blohm & Voß. Die Steinwerder Industrie AG, auf dem früheren Gelände von Blohm & Voß in Hamburg, hat jetzt von der Alliierten Hohen Kommission die Lizenz zum Dockbau und zur Reparatur von Handelsschiffen erhalten. Man sieht darin den ersten Erfolg der jahrelangen Bemühungen Hamburgs um den Wiederaufbau der ehemals größten deutschen Werft. Es ist damit zu rechnen, daß die Steinwerder Industrie AG sofort mit der Arbeit beginnen kann.

Die Orlanda Reederei GmbH., Bremen, hat das Stammkapital um 800 000 DM auf 1 Mill. DM erhöht. Wie bereits gemeldet, ist später eine Verschmelzung der Orlanda Reederei mit dem Norddeutschen Lloyd, Bremen, vorgesehen, und zwar sollen je 1200 Geschäftsanteile der Orlanda in je 1000 DM neue Lloyd-Aktien umgetauscht werden.

Bankverein Bremen AG. Die Gesellschaft will der demnächst stattfindenden HV die Ausschüttung einer Dividende von voraussichtlich 6 v. H. für das Geschäftsjahr 1952 vorschlagen.

In das Bankhaus August Lenz & Co., München, sind zu den bisherigen Kommanditisten Dipl.-Ing. Hans Noris, München, und Fabrikant Dr. Otto Lindner, München, als Kommanditisten eingetreten: die Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank, München, die Aktiengesellschaft für Industrie-Verwaltung, München, und der Generalbevollmächtigte des Hauses Dr. Hubert Thelen, München. Komplementäre sind unverändert August Lenz und Dr. jur. et rer. pol. Otto Schmitz.

Aus einem Abschlußbericht der Osram-Geschäftsleitung in Berlin geht hervor, daß der Leuchtstofflampen-Export im letzten Halbjahr 1952,– gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres – um rund 95 v. H. gestiegen ist.

Die HV der Industriekreditbank AG, Düsseldorf, beschloß am 27. Februar die Verteilung einer Dividende von 4 v. H. für das am 31. 3. 1952 zu Ende gegangene Geschäftsjahr. Bei einem Grundkapital von 18 Mill. DM wurde für 1951/52 ein Reingewinn von 0,82 Mill. DM ausgewiesen. Ferner wurde beschlossen, das Grundkapital von bisher 18 Mill. DM um den Betrag von 36 Mill. DM auf 54 Mill. DM zu erhöhen. Zu diesem Zweck werden neue Inhaberaktien zum Kurs von 105 ausgegeben. Die Aktionäre sind vom Bezugsrecht ausgeschlossen. Die neuen Aktien werden der deutschen Industriebank gegen Einbringung einer 36 Mill. DM betragenden und mit 3 v. H. verzinslichen Ausgleichsforderung überlassen. Das Aufgeld von 5 v. H. ist in bar zu leisten. Sobald die von der deutschen Industriebank eingebrachte Ausgleichsforderung von 36 Mill. DM in vollem Umfang entweder getilgt oder auf andere Weise wenigstens zum Nennwert verwertet wurde, lockert sich vom Ende des Geschäftsjahres ab die Stimmrechtsbeschränkung.