Wenn man berücksichtigt, daß die Wirtschaft mit dem 10. März einen schweren Steuertermin hinter sich bringen mußte, dann kann man sich über die Zurückhaltung der Börsenkundschaft in der vergangenen Woche nicht wundern, zumal auch die Politik eigentlich nur Unerfreuliches zu bieten hatte. Als positives Faktum wurde lediglich der wirtschaftliche Lagebericht des Bundeswirtschaftsministeriums angesehen, der fes tstellt, daß sich die Wirtschaftsentwicklung gegenwärtig innormalen Bahnenbewegt. Diese Feststellung mag es gewesen sein, die den Börsen trotz der schwachen Umsätze den freundlichen Grnndton vermittelte. Im allgemeinen waren abermals um 5 Punkte zurück. Mit einem Kurs von 33 v. H. haben sie sich dem Niveau der übrigen Reedereien eingefügt. Am Rentenmarkt war die Umsatztätigkeit in den ehemaligen RM Titeln gering. Die Kurse hielten sich auf letzter Basis. Als "billig" wurden die Stücke des Hamburger Altbesitz und Dekosama entdeckt, die beide mehrfach heraufgesetzt wurden, ohne daß jedoch dadurch Material in nennenswertem Umfang auf den Markt kam. Durch den nahen Rückzahlungstermin (1955) und die noch anhängenden Zinsen bietet sich hier dem Käufer eine reelle Chance. Erwähnenswert ist, daß für die alten Reichsschatzanweisungen ein Kurs von etwa 3v. H für Girosammelstücke genannt wurde.

-nett