Deutsches Schauspielhaus: Unbeschädigt aus dem Luftkrieg hervorgegangen und mit 1600 Sitzplätzen immer noch das größte Theater in der Bundesrepublik. Ist neuerdings durch Verpflichtungen bedeutender Regisseure und Darsteller (Maria Becker, Hermine Körner, Quadflieg) in die erste Reihe gerückt. Spielplan: Klassiker, modern inszeniert, und problematisches Gegenwartsdrama.

Thalia-Theater: Hat seit 1945 unter Willy Maertens zu seiner alten Tradition – gepflegtes Unterhaltungstheater – zurückgefunden, spielt aber auch Tennessee Williams mit starker Resonanz. Einstweilen noch Bühne in einem Teil des früheren Zuschauerraums.

Hamburger Kammerspiele: Von Ida Ehre umsichtig geleitete Privatbühne im Saal des früheren Logenhauses. Der Dramaturg Günther Weisenborn bemüht sich lebhaft um Pflege der jüngsten deutschen Dramatik. Spielplan: Zwischen Goldom und Bert Brecht. Höhepunkte jeder Spielzeit: Gastrollen Hilde Krahls.

Theater im Zimmer: Helmuth Gmelins mit Zähigkeit und Verve zum Erfolg geführte Erfindung von 1946 ist aus einer Etagenwohnung jetzt in das Parterre einer Biedermeier-Villa umgezogen. Spielt Anouilh, Saroyan, Shaw – kurz, alles, was im intimen Raum am besten zur Geltung kommt.

Junge Bühne: Im kleinen Theatersaal der „Brücke“ hat sich ein kleines Ensemble begabter und aufstrebender Schauspieler eingerichtet, das sich mit Erfolg an Problemstücken und Komödien von gemäßigter Modernität erprobt.

Theater am Besenbinderhof: Im früheren Saal des Gewerkschaftshauses gibt Dr. Sattler gastspielenden Solisten (als letzte: Gisela Urnen und Wolfgang Kieling) und Ensembles Quartier. Spielplan: Von Gründgens’ „Hamlet“ bis zu Heinz Erhardts „Ein strammer Junge angekommen“.

Richard Ohnsorg-Theater: Die Bühne für ernste und lustige Stücke in niederdeutscher Sprache mit literarischem oder doch volkskundlichem Einschlag.