über 600 Mill. DM RWE-Umsatz. Die Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk AG, Essen, legt ihrer oHV am 31. März einen 5(4) %igen Dividendenabschluß vor und berichtet von weiterer guter Entwicklung des Geschäftes. Der 1950/51 mit 500 Mill. DM angegebene Umsatz hat sich in der Menge um 12,5 v. H. und im Preis noch etwas stärker gehoben, so daß er für 1951/52 (30. Juni) auf etwa 600 Mill. DM kommt. Die finanzielle Situation des Unternehmens hat sich stark verbessert. Der Anteil; des billigen Braunkohlenstroms stieg weiterhin. Die jüngste Kohlenpreiserhöhung um 5 DM je t brauchte daher nur zum Teil abgewälzt zu werden; jedenfalls werden alle Wiederverkäufer und alle Abnehmer zu Preisen über 7 Pfg. je kWh nicht davon betroffen (das ist mehr als 50 v. H.). Der Anlagezugang betrug im Berichtsjahr per 30. Juni 1952 218 (201) Mill. DM. Die Beteiligungen sind weiterhin mit 67 Mill. DM reservestark bilanziert. Sie erbrachten 4,3 Mill. DM, darunter 4,5 v. H. Lahmeyer-Dividende. Bei einer Bilanzsumme von 2,219 (1,992) Mrd. DM sind die Anlagen mit 1,975 (1.791) Mrd. DM aktiviert, andererseits bei 246 Mill. DM AK, 153 (245) Mill. DM Rücklagen und 227 (146) Mill. DM Rückstellungen die Wertberichtigungen mit 1,147 (1,019) Mrd. DM passiviert. Von den Verbindlichkeiten auf 407 (312) Mill. DM entfallen auf Dollaranleihen 51 (unv.) Mill., auf Darlehen der Kreditanstalt 206,1 (130,6) und auf Konzernschulden 39 (32) Mill. DM. Die Ertragsrechnung sieht einen Bruttoertrag von 283 (214) und ao-Erträge, hauptsächlich aus Abrechnung mit den Zechen, von 21 (2,8) Mill. mit vor. Abschreibungen sind mit 157 (84,5) Mill. DM, Steuern, mit 64 (52,9) Mill. DM zu erkennen; der Jahresgewinn stellt sich auf 13,08 (10,62) Mill. DM. Die Lastenausgleichbelastung wird etwa 215 Mill. DM erfordern. – Vorstandsmitglied Fritz Ridderbusch erklärte auf einer Wirtschaftspressekonferenz, daß seit der Währungsreform bis Ende 1952 für 675 Mill. DM Investitionen vorgenommen worden waren. Der Weiterbau erstrecke sich über einen Zeitraum von fünf Jahren und werde etwa 900 Mill. DM erfordern. Die Finanzierung des ersten Abschnittes von 675 Mill. DM sei zu 65 v. H. mit eigenen und zu 35 v. H. mit Fremdmitteln erfolgt, das 900-Mill.-Programm werde dagegen dank der Möglichkeiten des § 36 des Investitionshilfsgesetzes zu 85 v. H. aus Abschreibungen gedeckt werden können. Auch das am 30. Juni 1952 beendete Geschäftsjahr habe eine Steigerung der nutzbaren Stromabgabe um 12,5 v. H. auf 11,9 Mrd. Kilowattstunden gebracht. 1952/53 ist dieses Tempo beibehalten worden. Diese Entwicklung zwinge zu einem weiteren starken Ausbau der Erzeugungskapazitäten. Das 900-Mill.-Programm werde die Kraftwerkleistung auf Höchststand und vermutliche Endkapazität bringen. Trotz dieses Bauprogramms wolle aber die Verwaltung auch ihren Aktionären zu einer angemessenen Verzinsung verhelfen. Nachdem für 1949/50 2 v. H., für 1950/51 4 v. H. Dividende auf 246 Mill. DM AK zur Verteilung kamen, werden für 1951/52 5 v. H. vorgeschlagen. „Wir sind dabei der Meinung, daß eine Dividende von 5 v. H. noch nicht das ist, was den Aktienmarkt befriedigen kann. In den USA liegt die Durchschnittsdividende zwischen 6 und 8 v. II.“ Daraus dürfte für das laufende Jahr eine erneute Anhebung des Dividendensatzes zu schließen sein.

Die Norddeutsche Schiffahrts-AG, Hamburg, weist für 1951 nach 0,14 (0,11) – alle Werte in Mill. DM – Abschreibungen einen Gewinn von 0,12 (1. V. 5 000 DM Verlust) aus, um den sich der Verlustvortrag aus den Vorjahren auf 0,19 verringert. Bei Beurteilung des Geschäftsergebnisses ist jedoch zu berücksichtigen, daß ao. Erträge 0,28 ((0,24) erbrachten, so daß – rein betrieblich gesehen – das Berichtsjahr wieder mit Verlust schloß. Wie auf der HV in Hamburg mitgeteilt wurde, wird für das inzwischen abgelaufene Geschäftsjahr 1952 mit einem Gewinn gerechnet, da die Schiffahrt wegen des milden Winters von ernsthaften Behinderungen durch Eisbildung verschont blieb. Der Gewinn werde allerdings nicht ausreichen, um den Verlustvortrag auszugleichen. Für das laufende Geschäftsjahr, 1953 hofft die Verwaltung, daß sich die Modernisierungsarbeiten der letzten Jahre günstig auswirken werden. Ferner wurde auf der HV mitgeteilt, daß die Margarine-Union AG ihr Aktienpaket In Höhe von 35 v. H des Grundkapitals der Norddeutschen Schiffahrts AG an die Neska, Niederrheinische Schiffahrts-Kontor AG, Köln, verkauft hat. Dadurch sei die Zusammenarbeit der beiden Schiffahrtsgesellschaften, die bereits auf der Basis freundschaftlicher Vereinbarungen bestanden habe, noch weiter konsolidiert worden. Der Übergang der Aktien werden in keiner Weise den Charakter der Norddeutschen Schiffahrts AG als Elbe-Reederei beeinflussen. Ministerialdir. a D. Dr. Arno Sorger/Hamburg ist auf eigenen Wunsch aus. dem AR ausgeschieden. An seine Stelle wurde Walther Hoven/Köln dem AR zugewählt. Neben den bisherigen AR-Mitgliedern Dr. H W. Kusen/Hamburg, Ministerialdir. Dr. Ludwig. Seiermann/Bonn und Konsul Harry Kühne/Hamburg wurden: zwei Vertreter der Belegschaft in den neuen AR gewählt.

Verluste bei Eisenbahngesellschaften. Die Deutsche Eisenbahn-Betriebs-Gesellschaft AG, Hameln (früher Bodenwerder), und die Vorwohle-Emmerthaler Eisenbahn-Gesellschaft, Hameln, legen den zum 20 März nach Hamburg einberufenen HV die Abschlüsse für das Geschäftsjahr 1951 vor. Die Deutsche Eisenbahn-Betriebs-Gesellschaft weist für 1951 einen Verlust von 30 000 DM aus, der nach dem Vorschlag der Verwaltung zusammen mit dem Verlustvortrag von 55 000 DM auf neue Rechnung übernommen werden soll. Auch die Vorwohle-Emmer- thaler Eisenbahn-Gesellschaft erlitt 1951 einen Verlust von 15 000 DM, der sich um den Vortrag auf 33 000 DM erhöht und ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen werden soll.

Ardelt-Werke exportieren Diesel-Loks. Die seit 1945 in Osnabrück und Wilhelmshaven ansässigen Ardelt-Werke haben einen Exportauftrag von einer europäischen Staatsbahn auf 160 PS Diesel-Lokomotiven im Werte von rd. 2 Mill. DM erhalten. Dieselbe Staatsbahn hatte bereits vor einem Jahr sieben der als „Güterzugtraktoreu“ bekannten Diesel-Loks von den Ardelt-Werken gekauft. Die Besonderheit dieser Loks besteht in einer von den Ardelt-Werken entwickelten durchgehenden Kupplung ohne Zugunterbrechung.

Die „Alle Volksfürsorge“ Gewerkschaftlich-Genossenschaftliche Lebensversicherungsaktiengesellschaft in Hamburg verzeichnete auch 1952, dem Jahre ihres 40jährigen Bestehens, ein. beachtliches Neugeschäft und bedeutende Leistungen an ihre Versicherten. Insgesamt gingen rd 237 000 Anträge mit einer Versicherungssumme (einschl. Erhöhungen) von rd. 204 Mill. DM (gegenüber 179 Mill. DM in 1951) ein Die Versicherungsleistungen beliefen sich auf rd 13,5 Mill. DM. Die Kapitalanlagen seit der Währungsreform bis Ende 1952 erreichten 209 Mill. DM; davon wurden dem sozialen Wohnungsbau 129,9 Mill. DM zugewiesen.

Von der Weinbrennerei Asbach & Co., Rüdesheim, wird mitgeteilt, daß sich die deutsche Weinbrandausfuhr in 1952 gegenüber dem Vorjahr um 27 v H. erhöht hat und auf dem USA-Markt sogar eine Steigerung von rund 124 v H. erreicht werden konnte. Allerdings konzentrierte sich die Ausfuhr auf ganz wenige Spitzenqualitäten, unter denen auch im Vorjahr die Erzeugnisse der Firma Asbach & Co. dominierten.

Vereinigte Kugellagerfabriken: Wechsel Im Vorstand. Zum Vors des Vorstandes der Vereinigten Kugellagerfabriken AG, Schweinfurt, wurde Dir. Axel I Stenberg, Malmö (Schweden), als Nachfolger von Dir. Ekberg bestellt.