Aauch nicht, besonders wenn man bedenkt, wie sehr die Steuer unsere Sportvereine schröpft. Aber ein Teil der Schuld liegt auch bei den Sportverbänden selbst, die es bislang nicht fertiggebracht haben, unterbreiten, nach dem die Arbeit im port gemeinsam durchgeführt werden könnte. Gerade jetzt aber wäre es Zeit für positive Vorschläge, denn man hört, daß das nach Bonn zu fahren. Wie kann er sich dann Bundes Innenministerium sich mit der Fertigstellung des neuen Bundes Sportplans beschäftigt. Bei den Sportverbänden jedoch herrscht überall Schweigen. Ob die seit Monaten geplante Aussprache zwischen dem Bundes Innenminister und dem Präsidenten des Deutschen Fußball Bundes, der ja ein besonders heftiger Rufer im Streite ist, schon stattgefunden hat, weiß man nicht. Man weiß nur zu tanren wie Kann er wundern, daß die Dinge nicht in Fluß kommen? Da ist der oberste Turnbruder, Dr. W. Kolb Frankf urt am Main, schon ein anderer Kerl. Er hat in der Bundeshauptstadt vorgesprochen und alle seine Wünsche durchgesetzt. Die deutschen Sportfunktionäre scheinen schlechte Psychologen zu sein. Sie merken nicht, daß man in Bonn auf ihre Anregungen Der Deutsche Sportbund betrachtet sich gern als den Nachfolger des früheren Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen. Doch was hat er bis jetzt getan, um diesen Anspruch zu rechtfertigen? Denken wir nur einmal an die vielen Denkschriften, die dieser Reichsausschuß verfaßt hat, und die, mögen auch viele von ihnen in den Schubladen der Behörden liegen geblieben sein, doch viel dazu beietragen haben, aas Verständnis für den Sport in. en Ministerien und Stadtverwaltungen zu heben. Denken wir weiter an die großartigen Veranstaltungen, die einst der DR A in kultureller wie rein sportlicher Hinsicht durchgeführt hat: sie haben immer neue Anregungen für alle am Sport interessierten Menschen gebracht. Die Handbibliothek, die der Ausschuß herausbrachte, ist heute noch eine wahre Fundgrube bester Ideen; dort findet man noch heute, vieles, was man braucht. Wie selten hat man auch f rühemach Geld geschrien! Heute ist der Schrei nach Geld die einzige Forderung, die wir hören — Gebt den Behörden vernünftige Anregungen! Darauf warteten sie bisher vergebens. Und dies ist der Grund, weshalb das Verhältnis zwischen dem Sport und den Behörden heute so wenig erfreulich ist. Walther F. Kleffel