Zahlenspiegel des Deutschen Instituts für Wirts chaitsforsdhung, Berlin

Der Index der industriellen Produktion betrug im Februar 142,4 auf der Basis 1936 – 100. Somit wurde die Vorschätzung des DIW diesmal nicht erreicht. Die Abweichung hängt z. T. mit der unterschiedlichen Beurteilung der wirksamen Arbeitstage im Januar zusammen, die das Januar-Ergebnis und damit die Vorschätzung für Februar stark beeinflußte. Hinzu kommt, daß im Berichtsmonat der Streik in Teilen der Textilindustrie das Februar-Ergebnis um einen Punkt gedrückt hat. Auch die Grippe machte sich in einigen arbeitsintensiven Industrien, vor allem im Bergbau, bemerkbar. Januar und Februar zusammengenommen lag der amtliche Index der Industrieellen Produktion um 4,7 v.H. über dem Vorjahr, jedoch berücksichtigt dieses Ergebnis nicht die mehrfach erwähnte und vom DIW für notwendig erachtete Korrektur der Arbeitstage.

Der saisonbereinigte Index zeigt im Februar eine Abschwächung. Sieht man von dem Sonderfall der Textilindustrie ab (Streik), so haben sich die Verbrauchsgüterindustrien von allen Industriegruppen am besten gehalten. Die Investitionsgüterindustrien lagen im Februar nur noch wenig über dem Vorjahr. Die Bautätigkeit hat in der letzten Februarwoche wieder in vollem Umfang eingesetzt, von dieser Seite her ist im März nicht nur eine saisonale, sondern auch konjunkturelle Belebung zu erwarten. – Die Lebenshaltungskosten sind um einen Punkt gesunken und liegen damit um etwa 2 v. H. unter dem Vorjahrsstand. Preissenkungen sind vor allem bei den Einzelhandelsumsätzen zu verzeichnen, während Wohnung und Beleuchtung teurer wurden.

In den USA zeigen die berichtigten Zahlen des industriellen Produktionsindex für Februar gegenüber den vorläufigen amtlichen Verlautbarungen eine etwas größere Steigerung. Diese saisonbedingte Steigerung wirkt sich auch auf den Index der industriellen Weltproduktion aus.