Die Vorbereitungen zur 31. Internationalen Mailänder Messe lassen erkennen, daß diesmal die Zahl der Aussteller die Rekordzahl des Vorjahres – sie belief sich auf 10 393 – noch um mehrere Hundert überschreiten wird. Das Programm für 1953 bringt zahlreiche Neuerungen; vor allem ist hierbei die Veranstaltungsdauer beachtenswert: offiziell umfaßt sie den Zeitraum vom 12. bis 26. April. Die folgenden beiden Tage, der 27. und 28. April, sind ausschließlich für die Kunden reserviert, die von den Ausstellern direkt eingeladen werden. Lediglich bei ausländischen Besuchern wird man an diesen letzten beiden Tages in Mailand noch eine Ausnahme machen.

Umfangreich sind die vorgenommenen Neu- und Erweiterungsbauten. Auf dem bisherigen Gelände des Pavillons 21 ist mit vier Geschossen ein Gebäude entstanden, das 8400 qm Ausstellungsraum birgt. Auch auf dem Gelände des Pavillons 26 wurde ein neues Gebäude mit zwei Stockwerkes erichtet, es wird die weite Skala der plastischer Massen, der Maschinen für ihre Fertigung und die Vielfalt der Kunststoffe beherbergen. Ein neue; Bauwerk ist ferner auf dem Gelände des Pavil-Ions 24 erbaut worden, während auf dem Gelände des Pavillons 33 eine Erweiterung vorgenommen worden ist. Das Ausstellungsverzeichnis umfaßt 71 Warengruppen: von Büroutensilien bis zum Flugzeug wird die diesjährige Mustermesse in der lombardischen Metropole wieder alles enthalten, was von der italienischen und ausländischen Industrie geschaffen wird und dazu beiträgt, die Weltresonanz der Mailänder Messe zu fördern. we

W., Wien, Ende März

Auf der Wiener Frühjahrsmesse war der Geschäftsgang, von wenigen Ausnahmen abgesehen, verhältnismäßig schwach. Man merkte, daß die Zeit der Großinvestitionen mit ERP-Mitteln vorbei ist. Die Geld- und Kreditnot hat keinen Wirtschaftszweig verschont und beeinträchtigte sehr die vorsichtigen Dispositionen der Interessenten für Investitions- und Konsumgüter. Im Inland- wie im Auslandgeschäft herrschten die kleineren und mittleren Aufträge vor. Mit Interesse stellte man in Wien fest, daß sich das Ausland weit stärker als im Vorjahr für die Wiener Frühjahrsmesse interessierte. Aber anscheinend suchten die ausländischen Gäste in der Hauptsache Preisvergleiche, denn die erwarteter Großaufträge blieben aus. Man kennt auch in Österreich heute keine Lieferschwierigkeiten, ad die Preise können als stabil, wenn nicht al leicht rückläufig bezeichnet werden. Die Kauffreudigkeit der Besucher stand jedoch im engegengesetzten Verhältnis zu dem Überangebot an Waren.