RWE zahlt 5 v. H. für 1951/52. Im Jahre 1954 werden wir soweit sein, daß die Elektrizitätsversorgung in der Bundesrepublik, und zwar sowohl für Industrie und gewerbliche Wirtschaft als auch für die Haushaltungen, in vollem Umfange gewährleistet sein wird, erklärte der Vorsitzende des AR, Wilhelm Wehrhahn, auf der HV der Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk AG in Essen. Zur Uberwindung der Winterspitze 1953/54 werden Frankreich und andere Länder aushelfen. Von Vorstandsseite der Gesellschaft wurde mitgeteilt, daß der steile Anstieg der Stromverbrauchskurve in letzter Zeit etwas abgeflacht sei. Während aber z. B. in Bayern der Stromabsatz in letzter Zeit um etwa 4 v. H. zurückgegangen sei, sei er beim RWE noch gestiegen bzw. halte sich der Absatz weiter auf hohem Niveau. Das RWE habe bisher keine Anzeichen von Stagnation im Absatz beobachtet, u. a. wohl auch deshalb, weil es Industriezweige versorge, deren Entwicklung – wenn auch durch vorübergehende Konjunktureinbrüche beeinflußt – im ganzen gesehen zweifellos noch eine große Chance in sich trage. In erster Linie denke er dabei an die chemische Industrie, deren Belieferung nicht nur im Revier, sondern auch in Süddeutschland ganz überwiegend durch das RWE erfolge. Allerdings müsse dabei schärfstens kalkuliert werden, wozu wiederum nur leistungsfähige Unternehmen in der Lage seien. Auch in der Stahlindustrie des Reviers könne man noch eine starke Zunahme des Stromverbrauchs erwarten. – Die HV, auf der nom. 216 Mill. DM des 246 Mill. DM betragenden Grundkapitals vertreten waren, beschloß, für das Geschäftsjahr 1951/52 (30. 6.) eine Dividende von 5 (i. V. 4) v. H. zu verteilen und überschießende 0,79 Mill. DM auf neue Rechnung vorzutragen. Der neu gewählte AR besteht aus 20 Vertretern der Aktionäre und 10 von Arbeitnehmerseite. Bei der Konstituierung des AR der Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerke AG (RWE) gelegentlich der HV in Essen wurde im Wege freundschaftlicher Vereinbarung zwischen den gemeindlichen und den freien Aktionären und den neu hinzugetretenen Arbeitnehmervertretern Oberstadtdirektor Dr. Greinert/Essen zum Vors. des AR, Bankier Hermann J. Abs/München zum 1. stv. Vorsitzenden und Richard Erdmann/Stuttgart als Vertreter der Arbeitnehmer zum 2. stv. Vorsitzenden gewählt. Auch der bisherige AR-Vorsitzende Wilhelm Wehrhahn/Neuß bleibt weiter im AR. Außer den vorgenannten vier Mitgliedern des AR gehören dem Aufsichtsrat noch an: Dr. h. c. Bernhard Salzmann, Landeshauptmann/Münster (Westf.); Dr.-Ing. h. c. Arthur Koepchen/Essen; Dr. Josef Nagel, Oberstadtdirektor/Neuß; Heinrich Reintjes, Oberkreisdirektor/Moers, und von Arbeitnehmerseite Gustav Blobel/Knapsack bei Köln und Werner Hoffmann/Essen.

Siemens stiftet 2,7 Mill. DM für soziale Zwecke. Bei der Feier des 50jährigen Jubiläums der Siemens-Schuckert-Werke AG, Berlin-Erlangen, gab der Vorsitzende des AR, Dr. Hermann von Siemens, am 1. April in Erlangen die Stiftung einer Reihe sozialer Leistungen für die Belegschaft und für die Städte Berlin und Erlangen bekannt. Für die Errichtung eines neuen Arbeiter-Erholungsheimes stellen Siemens-Schuckert gemeinsam mit Siemens & Halske eine Mill. DM zur Verfügung, eine weitere Mill. DM für soziale Einrichtungen. Ferner 250 000 DM als Jubiläumsfonds zur Förderung von Nachwuchskräften. Wissenschaftliche Institute erhalten Spenden in Höhe von 250 000 DM, die Städte Berlin und Erlangen je 100 000 DM für allgemeine soziale Zwecke. – Als Jubiläumsgabe für die Freunde des Hauses haben die Siemens-Schuckertwerke einen stattlichen und mit vorzüglichem Bildmaterial ausgestatteten Erinnerungsband vorgelegt. Auf den 670 Seiten des Buches wird „Die Entwicklung der Starkstromtechnik bei den Siemens-Schuckertwerken“ aus der Schau und aus dem Miterleben von Ingenieuren und Technikern in allen Sparten des weitverzweigten Unternehmens geschildert. Dr. Hermann von Siemens, heute Vorsitzender des AR der Gesellschaft und Enkel des Gründers Werner Siemens (1816 bis 1892), des Entdeckers des dynamo-elektrischen Prinzipes (1866), hat das Geleitwort geschrieben.