Kleine Viererkonferenz

Der Abschuß eines britischen Lincoln-Bombers durch sowjetische Düsenjagdflugzeuge hat zu einer Viererkonferenz in Berlin geführt. Offiziell handelt es sich darum, Bestimmungen über die Flugsicherheit in den drei vom Westen nach Berlin führenden Luftkorridoren genauer zu fixieren. Vieles aber spricht dafür, daß es um mehr geht. Die Besprechungen werden so geheimgehalten, daß mit Ausnahme der Namen der Delegationschefs nicht einmal bekannt ist, wer an der Luftsicherheitskonferenz teilnimmt. Es steht aber fest, daß neben den Offizieren auch Zivilisten beteiligt sind und daß die Zahl der bei den bisherigen englisch-sowjetischen Verhandlungen geleerten Gin-, Wodka- und Whisky-Flaschen auf eine freundliche Atmosphäre schließen läßt.

Schutz des künstlerischen Eigentums

Der französische Kultusminister hat eine Gesetzesvorlage ausgearbeitet, in der zum erstenmal festgelegt wird, daß ein Maler bei jedem öffentlichen Weiterverkauf seiner Bilder Anspruch auf einen prozentualen Anteil am Kaufpreis hat. Gleichzeitig wird durch dieses Gesetz den Verlegern der Erwerb eines pauschalen Anrechts auf alle künftigen Werke eines Schriftstellers verboten. Im Prinzip sieht es die prozentuale Beteiligung des Autors an der Gesamtzahl der verkauften Bücher vor. Eine Ausnahme machen, wenn der Autor einwilligt, Anthologien, Enzyklopädien, Illustrationen, Privatdrucke, Kinderbücher, Gebetbücher, Übersetzungen und ähnliche Publikationen.

Ein Kohlkopf bringt es an den Tag

„Was zuviel ist, ist zuviel“, mit diesen Worten hat Bundesernährungsminister Niklas eine Überprüfung der Handelsspannen, besonders beim Obst- und Gemüsehandel, angekündigt, eine Maßnahme, die von den Bauernverbänden lebhaft begrüßt wird. Die Aktion ist dadurch ausgelöst worden, daß eine Hausfrau in einem Kohlkopf, den sie für 90 Pfennige gekauft hatte, einen Zettel versteckt fand, auf dem der Bauer, der den Kohlkopf geliefert hatte, mitteilte, daß er für ihn 9 Pfennige erhalten habe.

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