Der deutsche Außenhandel mit Singapore und Malaya wickelt sich relativ reibungslos ab, zumal die dortigen Importrestriktionen den Handel bisher noch nicht wesentlich behindert haben. Leider ist Malaya, eines der bedeutendsten Lieferländer für Kautschuk und Zinn, nicht in der Lage, genügend deutsche Waren aufzunehmen. Daher ergab sich auch in 1952 für die Bundesrepublik ein erheblicher Passivsaldo: Einfuhren im Werte von 270 Mill. DM standen deutsche Ausfuhren von nur 71 Mill. DM gegenüber. Es ist zu erwarten, daß die Einrichtung einer Schiffahrtslinie von Hamburg nach Singapore, die für Mitte Juni vorgesehen ist, den Kontakt zwischen beiden Ländern noch weiter verbessert. Gelegentlich eines Besuches, den der zukünftige Generalkonsul für Singapore, Dr. Kranow, der Handelskammer Hamburg und den am Handel mit Singapore und Malaya interessierten Firmen abstattete, wurde vor allem auf das förderungswürdige Transitgeschäft zwischen Singapore und den umliegenden Ländern, insbesondere mit Indonesien, hingewiesen und die Bedeutung Singapores als wichtiger Platz für Südostasien in der Frage des Niederlassungsrechtes behandelt. Es ist zu hoffen, daß der deutsche Generalkonsul die Wünsche und Hoffnungen der deutschen Exportwirtschaft recht bald verwirklichen hilft. -zke