AUSSENHANDEL

Für den Abschluß eines neuen deutsch-indonesischen Handelsvertrages haben sich die Aussichten erheblich verschlechtert. Die in Djakarta aufgenommenen Verhandlungen wurden unterbrochen, als die Frage der Rückgabe des auf 45 Mill. DM geschätzten deutschen Eigentums angeschnitten wurde. Einige indonesische Wirtschaftskreise sind der Ansicht, daß zwischen Indonesien und der Bundesrepublik noch der Kriegszustand bestehe – wobei anscheinend übersehen wird, daß dieser Kriegszustand mit Holland, wozu Indonesien gehörte, längst beendet ist –, andere wollen zunächst die Wiedervereinigung. Deutschlands und die Klärung der Nachfolgeschaft des Deutschen Reiches abwarten.

Die deutsch-türkischen Wirtschaftsbesprechungen, die am 14. Februar in Ankara begonnen hatten, sind vorläufig unterbrochen worden. Es ergaben sich infolge des hohen Passivsaldos der Türkei erhebliche Schwierigkeiten Unabhängig von dieser Unterbrechung behält das gegenwärtige Abkommen über den Waren- und Zahlungsverkehr jedoch weitere Gültigkeit

Der Außenhandel der Philippinen ist 1952 um 13 v. H. gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Wichtigster Handelspartner waren nach, wie vor die USA. In der Reihe der europäischen Lieferanten nahm die Bundesrepublik – nach Großbritannien – mit 8,6 Mill. Pesos (1,01 v. H.) den zweiten Platz ein. Westdeutschlands Anteil an den philippinischen Exporten hatte dagegen nur einen Wert von 5 Mill. Pesos (0,7 v. H.).

Die neuen US-Zollvorschriften für deutsche Waren bestimmen, daß Güter aus Westdeutschland und aus Westberlin den Erzeugervermerk "made in Germany" tragen müssen. Güter aus der Sowjetzone und aus dem Ostsektor Berlins müssen die Bezeichnung "made in soviel occupied Germany" aufweisen.

Eine deutsche Handelsvertretung In Finnland wurde von der Bundesrepublik in Helsinki eingerichtet. Die Leitung der Vertretung übernahm Generalkonsul Dr. Könning.

Zur Ausführung von Stahlbauarbeiten in Indien erhielt die Firma August Klönne, Dortmund, einen Auftrag im Werte von 3,5 Mill. DM.