F. R. S., Bern, im April

Dieser Tage hat das Eidg. Versicherungsamt, dem die Aufsicht über die privaten Versicherungsgesellschaften der Schweiz obliegt, seinen Bericht über das schweizerische Versicherungswesen herausgegeben. Zieht man zum; weiteren Vergleich auch noch das Statistische Jahrbuch heran, das das Volkseinkommen auf ungefähr 20 Mrd. sfrs schätzt, so läßt sich errechnen, daß der Schweizer jeden achten Franken seines Einkommens für Versicherungszwecke ausgibt. Anders ausgedrückt: Vierundvierzig Tage im Jahr arbeitet der Schweizer nur, um sich zu versichern. Insgesamt belaufen sich die eingenommenen Prämien auf 874 Mill. sfrs, wovon allein für Lebensversicherungen 55 v. H. ausgegeben werden. In diesem Betrag ist die obligatorische Alters- und Hinterlassenenversicherung nicht einmal inbegriffen.

Die Statistik weist eine zunehmende Abwanderung vom Sparheft zur Versicherungspolice aus. Bis vor zwanzig Jahren nahmen die technischer. Reserven der Lebensversicherungen und Pensionskassen jährlich um rund 200 Mill. sfrs zu, während jeweils rund der doppelte Betrag auf die Sparhefte der Banken ging. Heute wächst das Sparkapital im engeren Sinne des Wortes zwar auch noch an. 425 Mill. Franken wurden in 1952 auf die Sparkassenbüchern eingezahlt –, aber die Zunahme der technischen Reserven aller Versicherungen zusammen beträgt mit 900 Mill. mehr als das Doppelte. Das Größenverhältnis hat sich somit ziemlich genau umgekehrt.