Von Günter Busch

Zum ersten Mai des Jahres 1849, an dem der damals sechsundzwanzigjährige Kunstverein in Bremen sein eigenes Haus am Wall bezog, schrieb der Bremer Dr. Nicolaus Meyer, Medizinalrat zu Minden, derselbe, der mit den Goethes in Weimar korrespondierte und ab und an marinierte Aale oder Portwein an den Frauenplan schickte, ein Gedicht. Darin heißt es über die Hansestadt an der Weser:

Dir hat der Freiheit kräftender Segensglanz

Der Mauerkrone deutenden Hauptesschmuck

Durch zehn Jahrhunderte hold umstrahlet,

Dich in den Stürmen der Zeit erhalten.

Ob lang’ und still, im niederen Lebens Drang’