Die Ausfuhr von deutschen Fleischfertigprodukten, die bis zum Kriegsbeginn kaum einen nennenswerten Umfang aufwies, erhielt nach dem Kriege eine steigende Bedeutung: war es doch gelungen, allein im Jahre 1951 deutsche Produkte im Werte von 130 Mill. DM nach England zu liefern. Die englischen Importrestriktionen ließen diese deutschen Ausfuhren aber 1952 erheblich absinken: es konnten im Vorjahr kaum für 25 Mill. DM Fleischfertigprodukte nach England geliefert werden. Dieser Rückschlag war für die deutsche Fleischwarenindustrie Anlaß, nach neuen Absatzmärkten Umschau zu halten. Dabei erwiesen sich vor allem die USA als ein aufnahmefreudiger Markt. Im letzten Jahr wurden nach den Vereinigten Staaten Fleischfertigprodukte im Werte von 3 Mill. $ ausgeführt. Hauptlieferanten, vor allem in Dosenschinken, sind jedoch Polen, Holland. Dänemark und Kanada. Die deutsche Fleischwarenindustrie hat die Hoffnung, falls ihre Bemühungen eine bescheidene Unterstützung erfahren, aus dem Export von deutschen Dosenschinken nach den USA jährlich 12 bis 15 Mill. $ erlösen zu können. Eine der Voraussetzungen für diesen Export ist ein langfristiges Programm, damit mit den deutschen Bauern Mastverträge abgeschlossen werden können. we.