W., Brüssel, im Mai.

Westdeutschland hat seine Stellung als Lieferant und auch als Kunde der belgisch-luxemburgischen Wirtschaftsunion im Vorjahre weiter ausbauen und normalisieren können, erklärte anläßlich der Hauptversammlung der Deutsch-belgisch-luxemburgischen Handelskammer der belgische Geschäftsführer P. van Ongeval in Brüssel. Die Kammer ist der Ansicht, daß die Bundesrepublik auch in der Zukunft wesentliche Beiträge zum wirtschaftlichen Aufbau Belgiens und des Kongos durch die Lieferung von Investitionsgütern leisten wird. Auf der anderen Seite erwartet man in Belgien, daß sich Westdeutschland stärker als bisher zum Bezug von belgischen Fertigwaren entschließt. Dr. Burchardi, der deutsche Geschäftsführer der Kimmer, führte aus, daß durch den Zusammenschluß von deutschen, belgischen und luxemburgischen Kaufleuten die wirtschaftlichen Kräfte der einzelnen Länder zu einer gemeinsamen Leistung angespornt werden sollen. Seit dem 1. Januar 1953 nahm allein die Zahl der deutschen Mitglieder der Handelskammer von 280 auf 450 zu.