H., Paris, im Mai

Die Pariser Messe, die größte der französisch-internationalen Messen, hatte einen Rekordbesuch von fast vier Millionen Menschen zu verzeichnen. 12 000 Aussteller, darunter 2000 aus dem Ausland, gaben eine Übersicht über die Entwicklung in allen Wirtschaftszweigen. Die Messe von Paris ist eine Export- und Mustermesse. Indessen konnte man auch hier wieder feststellen, was auf den vorhergehenden französischen Messen beobachtet wurde: die Stagnation in der französischen Wirtschaft hält weiter an, die Importkontingentierungen und die neuerlichen Einfuhrbeschränkungen machen jedes Handelsgeschäft mit dem Ausland fast unmöglich; Es kam denn auch zu wesentlich geringeren Geschäftsabschlüssen als in den vorhergehenden Jahren. Verschiedene Produzenten konnten dennoch gute Erfolge erzielen, vor allem jene Firmen, die Ausrüstungsmaterial für die Textilindustrie ausstellten. Im allgemeinen blieben die Preise in der gleichen Höhe wie im Vorjahr; bei verschiedenen Abschlüssen wurden indessen weitgehende Preisreduktionen eingeräumt. Während sich die Aussteller französischer landwirtschaftlicher Maschinen über schlechten Geschäftsgang beklagten, konnten die ausländischen Firmen dieses Industriezweiges interessante Abschlüsse tätigen; Zahlreiche deutsche Firmen vermochten Geschäfte über die EFAC-Konten (freie Devisenkonten der französischen Exporte industriellen) abschließen. Im allgemeinen fanden, die deutschen Aussteller, die unter den ausländischen Firmen das größte Kontingent stellten, bei französischen und ausländischen Besuchern bedeutendes Interesse. Wenn auch der geschäftliche Erfolg hinter den Erwartungen zurückblieb, so konnten zahlreiche nützliche Verbindungen für die Zukunft angeknüpft werden.