In Hannover hat sich der Bund der Steuerzahler die Mühe gemacht, einmal die "Schattenseiten" des Lastenausgleichs zu berechnen. Er kam zu Ergebnissen, die unserer Bürokratie wahrlich das schlechteste Zeugnis ausstellen: Ein halbes Pfund Papier muß ein Antragsteller für eine ganz bescheidene Forderung "verarbeiten". Auf 68 Formularseiten sind 17 mal seine Personalien einzutragen und 51 mal der Name zu erwähnen. Weiter stellte der Steuerzahler fest, daß z. B. ein einfacher heimatvertriebener Bauer, der einen geringen Betrag für eine kleine Siedlerstelle erbittet, Fragen beantworten muß, die fast auf dem Gebiet der höheren Rechtswissenschaft liegen und selbst einem erfahrenen Juristen nicht immer geläufig sind. Hat man aber alle diese "Papierhindernisse" glücklich überwunden, beginnt der Instanzenweg. Für ihn brauchen die Behörden rund vier Monate, um endlich – die Entscheidung zu treffen ... ww