Die sich immer stärker abzeichnende Rückläufigkeit der „Plan“-Erfüllung in der Industrie der sowjetisch-besetzten Zone Deutschlands führt zu einer Entwicklung, die die Schwäche dieses Systems und seiner Wirtschaftslenkung von Tag zu Tag deutlicher macht. Die Metallversorgung war schon vor Jahren zu einem Engpaß geworden; jetzt sah sich selbst das „Ministerium für Aufbau“ in Ostberlin gezwungen, von einer „angespannten Lage“ auf diesem Versorgungsabschnitt zu sprechen. Dieses Eingeständnis des sogenannten „Aufbauministeriums“ hat aber nun katastrophale Auswirkungen, die man höchstens mit „Abbau“ oder „Rückschritt“ bezeichnen kann: so wurde grundsätzlich der Einbau von Zentralheizungen in industriellen Neubauten und Wohnungen verboten und schwerste Bestrafung für Verstöße gegen diese Anordnung angedroht.

Man wird sich also bei den wenigen Neubauten, die in der Ostzone überhaupt errichtet werden, wieder des altbewährten Kachelofens erinnern. Doch auch hier dürfte der Wunsch größer sein, als daß er erfüllbar wäre, zumal die leistungsfähigen Betriebe, die in Velten bei Berlin seit Jahrzehnten weltbekannte Kachelöfen produzierten, von den Sowjets rücksichtslos demontiert worden sind, -ke