Bei einer Währungsbank ist die Gewinnund Verlustrechnung in aller Regel kaum interessant: ihre "Erfolgsrechnung nämlich zeigt seh < (oder sollte sich zeigen ) in der Bilanz. Da aler — über die Wochenausweise die VeröffeitHchung der Abschlußzahlen für 1952 größtenteils schon vorweggenommen worden ist, bietet der jeizt herausgekommene "Geschäftsbericht der BdL für das Jahr 1952" insoweit keine Überraschungen. Um so lohnender freilich ist das Studium des Teitteils, in dem die Wirtschaftsentwicklung und Notenbankpolitik" behandelt wird. Darüber wird in anderem Zusammenhang noch zu sprechen sein. Zunächst sei auf das Zahlenwerk kurz eingegangen. Der Goldbestand betrug 586 Mill. DM (geg;n 116 i V ); von den 470 Mill. Zugängen stammen 376 Mill aus den Überschüssen der EZU Verrechnung. Die Devisenkonten sind auf 2 55 (i. V. 1 05) Mrd. DM bei den Bankanlagen, auf 1 03 (0 81) bei den Schatz Wechsel Anlagen, auf 0 54 (0 04) bei dm Loro Konten, auf 0 1 2: (0 13) bei Auslandswechseln und auf 0 19 (0 15) bei Bankakzepten gestiegen — daraus (undaus den Zahlen der"Ertragsrechnung!) mögen die Freunde des Bundestagsabgeordneten Prof. Noell von der" Nahmer ersehen, daß Devisen keineswegs "zinslos" sein müssen (wie sie immer wieder irrtümlich argumentieren). Demgegenüber betrugen die Verbindlichkeiten in ausländischer Währung gegenüber Auslandsbanken 208 (31)) Mill, DM. Auf DM Konten ausländischer Banken lagen 93 (8) Mill. DM; der Gegenposten "Verbindlichkeiten" fiel auf 210 (357) Mill. DM. An Inlandswechseln hatte die BdL nur noch 2 56 Mrd. DM im Bestand, d h. 1 48 Mrd weniger als i. V. Die Lombardforderungen fielen weiter auf 436 (664) Mill. Kassenvorschüsse an Bund und Bundesbahn waren nicht mehr gegeben (wie i. V ). Der Bestand an Schatzwechseln des Bundes betrag 10 5 Mill, an Sehatzwechseln und SchatzanWeisungen der Bundesbahn 344 7 Mill. In der Vorfinanzierung des Arbeitsbeschaffungsprogramms 1950 sowie der Investitionsprogramme war die BdL no<h mit 268 (454) Mill engagiert. Der Bestand an A;DM dadurch vermindert, daß öffentliche Stellen (vorübergehend) einen Teil ihrer Reserven in solchen "Werten anlegten. Die Einlagen des Bundes und der Bundesverwaltungen gingen dabei von 1 22 (1951) auf 0 85 Mrd. DM zurück; im wesentlichen freilich durch Verringerung der ERP- und Garioa Gegenwertkonten.

Entsprechend dem verringerten Zinsaufkommen von 266 (i. V. 285) Mill. DM fiel der Gesamtertrag auf 277 (301) und, bei etwa gleichem Unkostenstand, der Gewinn auf 143 6 (164 3) Mill DM, da wiederum erhebliche Rückstellungen (mit rd. 100 Mill. DM) insbesondere für Umstellungskosten, sowie die üblichen Abschreibungen vorgenommen wurden. Aus dem Gewinn sollen wieder 40 Mill in die Rücklagen gehen und16LMilL an die Anteils eigner (Landeszentralbanken), so !Taß 97 6 MUl an den Bund abgeführt werden könnten n f.