Unmittelbar nach der Rückkehr von einer dreiwöchigen „Blitzreise“, auf der Foster Dulles Ägypten, Israel, Jordanien, Syrien, Libanon, den Irak, Saudi-Arabien, Indien, Pakistan, die Türkei, Griechenland und Lybien besuchte, hat der amerikanische Außenminister einen ersten Bericht über seine Eindrücke gegeben. Er stellte fest, daß „in Südasien und dem Nahen Osten die Hälfte der Weltbevölkerung wohnt, die noch nicht unter der Herrschaft des Kommunismus steht“. Die dortigen Völker, sagte er, „waren einmal unsere Freunde“. Die Freundschaft habe sich abgekühlt, da diese Länder nach der Erlangung ihrer politischen Freiheit zu der Ansicht gekommen seien, daß die Vereinigten Staaten in ihrer „prosperity“ auf Kosten des Idealismus und der Gerechtigkeit materialistisch geworden seien. „Der ägyptisch-britische Gegensatz in der Suezkanal-Zone“ – so heißt es in dem Bericht – „der unsichere Waffenstillstand und der Wirtschaftskrieg zwischen Israel und den arabischen Staaten, das Problem der arabischen Flüchtlinge, der indisch-pakistanische Gegensatz in der Kaschmir-Frage, die weit verbreitete Armut, alles dies ist charakteristisch für die Verhältnisse, die zu Furcht, Bitterkeit und Schwäche führen.“ Die Freundschaftsbande, die die Vereinigten Staaten mit ihren tapferen Verbündeten Griechenland und Türkei verbinden, seien gefestigt. „Vor allem haben wir“, so erklärte der Außenminister, „ein neues Fundament der Freundschaft errichtet, weil wir neue Hoffnungen gegeben haben, daß die Vereinigten Staaten entschlossen sind, einen Weg zu finden, der zu einer umfassenderen Einheit führt, während sie gleichzeitig jedem Versuch, einen Keil in die Reihe der Westmächte zu treiben, mit Festigkeit entgegentreten werden, ohne dabei dem Staat Israel in irgendeiner Weise schaden zu wollen.“

Der britische Botschafter in Washington, Sir Roger Makins, der noch vor kurzem die Behauptung des McCarthy-Untersuchungsausschusses als unzutreffend zurückgewiesen hatte, daß mindestens in zwei Fällen englische Schiffe rot-chinesische Truppen während des Koreakrieges befördert haben, ist durch die Veröffentlichung eines Briefes, den der Unterstaatssekretär im State Department, Morton, an den Senator McCarthy gerichtet hat, in eine unangenehm Lage geraten. Nach diesem Brief hat der Dampfer „Perico“ der norwegischbritischen Reederei Wallern & Co. Ltd., Hongkong, im Juni 1951 rot-chinesische Truppen von einem Hafen des Gelben Meeres nach Kanton und im Juli desselben Jahres chinesische Soldaten von der Insel Hainan gleichfalls nach Kanton befördert. Der Dampfer „Miramar“ der britischen Reederei Wheelock Morden Ltd., Hongkong, traf im Juni 1952 mit chinesischen Soldaten an Bord in Schanghai ein.

Nach der Veröffentlichung dieses Briefes erklärte der britische Botschafter, die genannten Dampfer seien in Panama registriert, führten die Flagge Panamas und unterstünden nicht der britischen Kontrolle. Die britische Reederei Wheelock Marden gab in Hongkong bekannt, daß die ‚Miramar“ seit August 1950 nicht mehr unter der Kontrolle der Reederei stehe. Nach Erklärungen von Mitgliedern des McCarthy-Ausschusses wird zur Zeit eine Liste von etwa einhundert ausländischen Schiffen aufgestellt, die angeblich strategische Güter für die kommunistischen Truppen in Korea befördern. Viele auf der Liste stehenden Schiffe seien britisches Eigentum oder führen unter britischer Flagge. Der Ausschuß werde anregen, jedes Land von der Auslandshilfe auszuschließen, das Rot-China strategische Güter liefert. E. K.