„Südwestfalen“ endgültig gruppiert. Mit dem oHV-Beschluß Tom 13. April hat sich das Holding-Unternehmen Stahlwerke Südwestfalen AG, Geisweid, endgültig gruppiert. Das AK wurde auf 40 Mill. DM festgesetzt. An diesem AK sind beteiligt die Vereinigte Stahlwerke AG i. L. mit 23,8 Mill. DM – 59,5 v. H., die Klöckner-Werke AG i. L. mit 12 Mill. – 30,5 v. H., die Hoesch AG i. mit 4 Mill. DM – 10 v. H. Die konsolidierte Bilanz zeigt ein Reinvermögen von 76 Mill. DM, so daß nach Festsetzung des AK und der gesetzlichen Reserve 32 Mill. DM als freie Rücklage verbleiben. In diesem Betrag ist der Lastenausgleich mit 20 Mill. DM kapitalisiert. Bei „Südwestfalen“ – befinden sich nun die Hüttenwerk Geisweid AG, die Stahlwerk Hagen AG, die Friedrich Thomée AG, Werdohl, und das Werk Vorhalle der Stahlwerke Brüninghaus AG, ferner eine 50prozentige Beteiligung an der Grevenbrücker Kalkwerke AG. Der Export liegt in Händen der Fortuna Stahlexport GmbH, Düsseldorf. Die Holding besitzt damit ein breites und weitgegliedertes Stahlerzeugungs- und Walzprogramm mit 240 000 Jahrestonnen SM-Rohstahl, 60 000 t Elektrostahl, 120 000 t Stabstahl und rund 200 000 t Draht, Bleche und Bänder. Das Erzeugungsprogramm erstreckt sich besonders in den Werken Hagen und Geisweid auf Edel- und Qualitätsstähle. In dieser Position gehört das Unternehmen zu den größten und bedeutendsten Werken des Bundesgebietes. Die Verwaltung bezeichnete in der oHV das Unternehmen für lebensfähig. Weitere Rationalisierungen und Investitionen würden die Wirtschaftskraft des Unternehmens künftig noch verstärken und verbessern. über die Entwicklung äußerte sich die Verwaltung optimistisch.

Organvertrag zwischen Kloeckner-Humboldt-Deutz und Westwaggon. Zwischen der Kloeckner-Humboldt-Deutz AG, Köln, als Obergesellschaft, und der Vereinigte Westdeutsche Waggonfabriken AG, Köln, wurde ein Organvertrag geschlossen, der zum Ziele hat, das derzeitige Produktionsprogramm von Kloeckner-Humboldt-Deutz auszubauen und ergänzende Produktionsgebiete der Westwaggon zur Ausführung zu übertragen. Die derzeitige Beschäftigungslage in der Waggonindustrie habe es für Westwaggon opportun erscheinen lassen, eine Anlehnung an eines der bedeutendsten westdeutschen Maschinenbau-Unternehmungen zu suchen. Gewinn und Verlust bei Westwaggon werden in Zukunft von Kloeckner-Humboldt-Deutz übernommen. Die Obergesellschaft wird den außenstehenden Aktionären der Westwaggon für den Erwerb ihrer Aktien einen Kurs bieten, der 15 v. H. über dem Durchschnittsgeldkurs liegt, der in den letzten drei Monaten an der Düsseldorfer Börse notiert wurde. Außerdem stellt Kloeckner-Humboldt-Deutz als weitere Möglichkeit eine Dividendengarantie in Aussicht.

Die Rheinische Bahngesellschaft AG, Düsseldorf, eines der größten Nahverkehrsunternehmen der Bundesrepublik mit einer täglichen Beförderungszahl von rund 780 000 Fahrgästen, hat erneut eine Erhöhung ihrer Tarife durchgeführt. Die Tariferhöhung soll um etwa 10 v. H. höhere Einnahmen erbringen, mithin rund 3,5 Mill. DM im Jahr. Ohne diese Tariferhöhung würde, wie der Vorstand erklärte, mit Verlust gearbeitet werden müssen und zudem ein Substanzschwund eintreten. Das AK von 20 Mill. DM ist voll im Besitz der Stadt Düsseldorf. Dabei ist bemerkenswert, daß die Tariferhöhung den gleichen Betrag einbringen soll, den der Alleinaktionär jährlich als Konzessionsabgabe (3,5 Mill. DM) aus dem Unternehmen herauszieht. Aber trotz der Tariferhöhung bleibt das Unternehmen noch einer der preiswertesten Verkehrsbetriebe, da im Durchschnitt die Einnahme je beförderte Person sogar nach der Tariferhöhung nur 16,2 Pfg. erbringt (gegen 14,71 vor der Tariferhöhung) bei einem Bundesdurchschnitt von zur Zeit über 21 Pfg. Auch die je beförderte Person in Anspruch genommene Streckenlänge ist mit 5,6 km bei 5,5 km Bundesdurchschnitt höher. Insofern darf hier wohl von einer guten unternehmerischen Leistung gesprochen werden.

Die Firma J. A. Henckel-Zwillingswerk, Solingen, hat eine Besitz- und Betriebsgesellschaft gegründet. Aus dem Umlaufsvermögen der J. A. Henckel-Zwillingswerk ist die I. A. Zwillingswerk AG gegründet worden, die mit einem AK von 1,6 Mill. DM ausgestattet ist. Der Vorstand ist für die Dauer von 5 Jahren ermächtigt, das AK auf bis zu 2,4 Mill. DM durch Ausgabe neuer Aktien unter Ausschluß des Bezugsrechts der Aktionäre zu erhöhen. Die Besitzgesellschaft ist jetzt unter der Bezeichnung J. A. Henckels und Co. in das Handelsregister eingetragen worden. Sie ist mit einem Kommanditkapital von 4,5 Mill. DM ausgestattet. Diese Gesellschaft hat einen Teil ihres Unternehmens an die Aktiengesellschaft verpachtet.

Rütgerswerke geht auf 4 v. H. für 1952 zurück. Die Rütgerswerke AG. (Teerproduktenfabrikation), Frankfurt/M., berichtet für 1952 von einem etwa im Vergleich zum Vorjahr im Wert gleich hohen Umsatz. Allerdings sei die Ertragslage infolge der rückläufigen Preisentwicklung bei gleichzeitig steigenden Kosten 1952 schlechter gewesen als 1951. Die Verwaltung beabsichtigt daher für 1952 eine Dividende von 4 v. H. vorzuschlagen. 1951 wurde eine Dividende von 5 v. H. auf 17,375 Mill. DM Grundkapital (2:1 umgestellt) gezahlt. Im ersten Quartal 1953 hat sich das Geschäft gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres gebessert

Die Dyckerhoff Portland-Zementwerke AG, Wiesbaden-Amöneburg, verteilt für das Geschäftsjahr 1952 eine auf 7 (1. V. 6) v. H. erhöhte Dividende auf 26,4 Mill. DM Grundkapital. Im Geschäftsbericht der Firma heißt es, daß der Gesamtabsatz der deutschen Zementindustrie um rd. 4,7 v. H. auf 12,563 Mill. t gestiegen ist; die Zunahme war geringer als in den Vorjahren. Die Zunahme des Gesamtabsatzes an Zement bei Dyckerhoff lag mit 4,1 v. H. etwa auf der Höhe des Gesamtdurchschnittes, im einzelnen unterscheidet sich aber die Entwicklung bei Dyckerhoff von der des gesamtdeutschen Absatzes dadurch, daß bei Dyckerhoff der Inlandabsatz nur um 1,4 v. H. zugenommen hat, während der Export mit 12,2 v. H. erheblich mehr zunahm als der gesamtdeutsche Export in der Zementindustrie. Mit 542 000 t betrug der Zementexport der Gesellschaft in 1952 das 2,7fache des Vorkriegsexports.

Sinalco AG, Detmold, zahlt 6 v. H. Dividende. Die HV der Sinalco Aktiengesellschaft, Detmold, die sich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Essenzen und Grundstoffen für alkoholfreie und alkoholhaltige Getränke befaßt, beschloß, für das Geschäftsjahr zum 30. November 1952 eine Dividende von 6 v. H. auf das 850 000 DM betragende Grundkapital zu zahlen. Bei einem Rohertrag von – alle Werte in DM – rd. 883 000 wird für das Geschäftsjahr 1951/52 nach Abschreibung auf Anlagen in Höhe von rd. 116 000 ein Reingewinn von 53 000 ausgewiesen, der sich um den Gewinnvortrag aus 1950/51 auf 55 000 erhöht. Die Gesellschaft berichtet über eine weitere erfreuliche Umsatzsteigerung im Inlandgeschäft. Auch im Export seien 1951/52 neue Geschäftsverbindungen angeknüpft worden, die zu einer weiteren Umsatzerhöhung geführt haben. Diese Umsatzentwicklung setzte sich in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres fort.