Nach dem starken Frachteneinbruch im Februar d. J. machte sich von Anfang März an wieder eine Belebung der Nachfrage nach Schiffsraum bemerkbar, und zwar zunächst in der ausgehenden Fahrt, wo durch zunehmende Verschiffungen von Düngemitteln von den kontinentalen und britischen Häfen nach allen Teilen der Welt eine größere Anzahl von frachtfreien Schiffen aus dem Markt genommen wurden. Danach belebte sich die Getreidefahrt von der südlichen Halbkugel (Australien und Argentinien) nach Europa und Indien die Zuckerverschiffungen nach England nahmen als Folge der Freigabe des englischen Zuckerverbrauchs stark zu. Es folgte die Wiederaufnahme der Getreidefahrt vom St. Lorenz und der Holzfahrt von der Ostsee und Kanada, durch die eine verhältnismäßig große Tonnage gebunden wurde. Auf der anderen Seite gingen die Kohlenverschiffungen von den nordamerikanischen liefen und auf den östlichen Märkten stark zurück, so ruft dort wieder ein Überangebot ergab, das um so weniger ausgeglichen werden konnte, als die Getreideeinfuhren ~~~ vom Nordpazifik, die vorher wochenlang eine große Stütze des Gesamtmarktes gewesen waren, wegen eines Streiks in Vancouver viel zu wünschen übrig ließen. Zum Glück für die Reeder legte die amerikanische Schiffahrtsbehörde In dieser Zeit weitere zahlreiche Einheiten der aktivierten Reserveschiffe erneut still und ersetzte sie durch amerikanische Privatschiffe, Auf einzelnen Märkten kam es danach zu einer Verknappung in prompter Tonnage, was in den folgenden Wochen eine wesentliche Besserung der Frachten für diese wie auch für die namentlich in der europäischen Fahrt viel gefragten, aber nur wenig angebotenen kleinen und mittelgroßen Schiffe zur Folge hatte, In den letzten Wochen ist bei sehr lebhaftem Chartergeschäft eine neue Abschwächung der Frachtraten auf verschiedenen Fahrtgebieten eingetreten, so in der Getreidefahrt von Ostkanada, Australien, Nordchina, in der amerikanischen Kohlenfahrt und auch in der sonst sehr festen Zuckerfahrt, so daß ein Teil der vorherigen Ratenerhöhungen wieder verloren gegangen ist. Immerhin sind die Raten auch jetzt noch um durchschnittlich 5 bis 6 v. H. höher als sie im Februar gewesen sind. o l