Klöckner-Neuordnung In Kraft. Die langjährigen Verhandlungen über die Neuordnung im Klöckner-Bereich sind zum Abschluß gekommen, der von der Klöckner-Werke AG i. L. den Alliierten Vorgelegte Plan ist gebilligt und mit Wirkung vom 30. Mai in Kraft gesetzt worden. Danach erhalten die Altaktionäre – das Nominalkapital von Klöckner betrug 105 Mill. RM – insgesamt Aktien der vier Nachfolgegesellschaften im Werte von 323,75 Mill. DM, so daß der Umtausch ein noch etwas günstigeres Verhältnis als 1:3 ergibt. Außerdem haben die Aktionäre noch eine Liquidationsrate aus dem sonstigen Restvermögen des ehemaligen Klöckner-Konzerns zu erwarten. Von den vier Nachfolgegesellschaften erhalten die Altaktionäre für eine alte Aktie im Nennwert von 600 RM neue Aktien: Von der Nordwestdeutsche Hütten- und Bergwerksverein AG, Duisburg, (AK: 210 Mill. DM) eine neue Aktie von nom. 1200 DM; von der Bergwerke Königsborn-Werne AG, Unna-Königsborn (AK: 45 Mill. DM) eine Aktie von 250 DM, von der Klöckner-Humboldt-Deutz AG, eine Aktie im Nennwert von 350 DM und von der Stahlwerke Südwestfalen AG, Geisweid, eine Aktie im Nennwert von 50 DM, insgesamt also 1850 DM. Der Aufruf zum Umtausch der Aktien soll in Kürze erfolgen. – Die Maschinenfabrik Klöckner-Humboldt-Deutz AG stellt ihr AK von bisher 42,25 Mill. RM etwa im Verhältnis 1 : 1,54 auf 65 Mill. DM um; Humboldt-Deutz, ist zu mehr als 99 v. H. im Besitz der Klöckner-Werke AG i. L., die wenigen außenstehenden Aktionäre erhalten für ihre Aktien im Nennwert von 130 RM neue Aktien im Nennwert von 200 DM. Die bei der pro-rata-Verteilung der Aktien übrig bleibenden Spitzenbeträge (bei der Königsborn-Werne AG 1,25 Mill. DM, bei der Humboldt-Deutz AG 3,19 Mill. DM und bei der Stahlwerke Südwestfalen AG 3,45 Mill. DM) wandern in die Liquidationsmasse. Die beiden letztgenannten Aktienposten sollen in eine Abwicklungs-GmbH eingebracht werben, und wie die andern Vermögenswerte, die nicht auf die vorgenannten Nachfolgegesellschaften übergehen, später über die Liquidationsmasse an die Aktionäre gelangen. Aus der Veräußerung der Liquidationsmasse ist noch zu gegebener Zeit mit der Verteilung eines Barbetrages an die Aktionäre der Nordwestdeutsche Hütten- und Bergwerksverein AG und der Bergwerke Königsborn-Werne AG im Verhältnis 85:15 zu rechnen.

Beträchtliche Exportsteigerung bei der MAN. Wie Generaldir. Dr. Otto Meyer auf der HV der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg A. G. berichtete, beträgt zur Zeit der Auftragsbestand 468 Mill. DM, wovon 45 v. H. auf Exportaufträge entfallen. Der seit dem 30. 6. 1952 weiter gestiegene Umsatz werde voraussichtlich im laufenden Geschäftsjahr um etwa 20 v. H. über dem des vergangenen Jahres liegen. Die Versorgung mit Eisen und Stahl habe sich gebessert. Die Kapazitätserweiterung bei der eisenschaffenden Industrie und die Liberalisierung der Walzeisen-Einfuhr zusammen mit dem Abbau der Importzölle hätten sich auf dem Eisenmarkt beruhigend ausgewirkt. Die Folgen des Gemeinsamen Marktes für die Versorgungslage der eisenverarbeitenden Industrie seien heute zwar im einzelnen noch nicht abzusehen, doch rechne man im allgemeinen mit einer weiteren Stabilisierung der Preis- und Beschaffungslage. Die Gesellschaft wird auf Grund des Beschlusses der HV aus einem einschl. Vortrag von 0,16 Mill. DM verbleibenden Reingewinn von 2,4 Mill. DM für 1951/52 eine verdoppelte Dividende von 6 (3) v. H. auf das AK von 40 Mill. DM ausschütten.

Fellen & Guilleaume Carlswerk AG, Köln-Mülheim. Wie die Verwaltung anläßlich der Zulassung der Aktien des Unternehmens (Umstellung 5:4 auf 77,4 Mill. DM.) zur Hanseatischen Wertpapierbörse, Hamburg, zur Rhein.-Westf. Börse Düsseldorf und zur Frankfurter Wertpapierbörse mitteilt, sind die Kriegsschäden an den Werkanlagen des Unternehmens beseitigt. Die frühere Kapazität sei in vollem Umfange wiederhergestellt. Die Produktion hat den höchsten Vorkriegsstand erreicht? der Verlauf des Geschäftsjahres 1952 war zufriedenstellend. Auch die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr werden als befriedigend beurteilt.

Verdoppelung der Dividende bei Dunlop. Die Deutsche Dunlop Gummi Compagnie A. G. in Hanau/Main hat ihre Dividende für 1952 auf 8 v. H. (i. V. 6 v. H.) erhöht und verteilt außerdem einen Bonus von 4 v. H. auf 19 Mill. DM Grundkapital. Bei einem erhöhten Rohertrag von 53,39 (46,64) Mill. DM und ao. Erträgen (u. a. Auflösung von Wertberichtigungen) von 0,18 Mill. DM sowie 0,31 Mill. DM Zinserträgen, verbleibt nach 2,29 (2,29) Mill. DM Anlage ab Schreibungen sowie nach Zuweisung zur Rückstellung von Pensionen von 2,5 Mill. DM und zu den sonstigen Rücklagen und Rückstellungen in Höhe von 6,09 Mill. DM ein Reingewinn von 1,70 (3,86) Mill. DM, der sich um den Gewinnvortrag aus den Vorjahren auf 10,46 Mill. DM erhöht. Der veröffentlichte Bericht der Dunlop über das Geschäftsjahr 1952 gewährt ein anschauliches Bild von den erzielten Ergebnissen und gibt Auskunft über die erfolgreiche Arbeit der Gesellschaft. Nach den Abschlußziffern 1952 hat sich das Anlagevermögen gegenüber dem Vorjahr um annähernd 5,7 Mill. DM vermehrt, wovon 3 Mill. auf Werkanlagen und -ausrüstungen und fast 2,7 Mill. auf Gebäude entfallen. Demgegenüber sind die Rücklagen Ende 1952 um 6 Mill. höher als in 1951. Hinsichtlich des Steueraufkommens ist bemerkenswert, daß 1952 ein Betrag von über 21 Mill. DM aufgebracht wurde, der das AK um 2 Mill. übersteigt; in diese Summe teilt sich das Land Hessen mit rund 17 Mill. und die Stadt Hanau mit rund 4 Mill. DM. In den viereinhalb Jahren des Wiederaufbaues unter gesunden Geldverhältnissen wendete die Gesellschaft bis Ende 1952 für die Wiedererrichtung und Neuausrüstung der Werkanlagen insgesamt mehr als 18,5 Mill. DM auf. Durch diese Maßnahmen sind nicht zuletzt die Aussichten der Werkangehörigen auf eine weiterhin regelmäßige Beschäftigung wesentlich gesteigert worden, wie überhaupt die Sicherung der Arbeitsplätze Gegenstand ständiger Aufmerksamkeit der Verwaltung bildet.

Die Kabelwerke Rheydt AG In Rheydt, die der HV am 22. Juni 7 v. H. Dividende für 1952 vorschlagen wird, (1951: 6 v. H.) schloß 1952 trotz eines verringerten Rohertrages in Höhe von 16,1 (I. V. 18,9) Mill. DM aber bei höheren a. o.-Erträgen von 0,33 (0,03) Mill. DM und unverändert 1,2 Mill. DM Anlageabschreibungen mit einem Jahresgewinn von 0,77 (0,74) Mill. DM, der sich um den Vortrag auf 0,92 Mill. DM erhöht. Im Vorstandsbericht heißt es, daß der Gesamtumsatz im Berichtsjahr gegenüber 1951 im Wert um etwa 20 v. H. zurückgegangen ist. Dieser Rückgang sei jedoch ausschließlich

auf den Preissturz zurückzuführen, der insbesondere bei Buntmetallen die Notierungen um mehr als 50 v. H. gegenüber dem Vorjahr nachgeben ließ. Demgegenüber habe sich der Mengen-Ausstoß im Vergleich zum Vorjahr gut gehalten. Trotz starker ausländischer Konkurrenz konnte der Export – in Europa wie in Übersee – gegenüber 1951 etwa verfünffacht werden. Damit ist der frühere Exportanteil am Gesamtgeschäft wieder erreicht worden.

Die Steinkohlenbergwerk Westfalen AG, Ahlen (Westf.), die in Form einer AG erst seit dem 3. November 1951 besteht und ein Tochterunternehmen der Deutsche Continental-Gas-Gesellschaft, Düsseldorf (früher Dessauer Gas-Konzern) ist, hat auch 1952 wieder gut gearbeitet und kann ihre Dividende auf 26 Mill. DM AK von 4 auf 5 v. H. bei einem Jahresgewinn von 1,3 (1,05) Mill. DM erhöhen. Die Zeche, die mit ihren Förderergebnissen weit über dem Ruhr durch schnitt steht, hat eine Jahresfördermenge von 1,5 Mill. t Kohle und eine Koks-Erzeugung von über 312 000 t erreicht. 70 v. H. der Grubenbetriebe sind jetzt teil- und vollmechanisiert, was wesentlich zu dem günstigen Förder- und Ertragsergebnis beiträgt. Das Unternehmen konnte 1952 überdurchschnittliche selbstfinanzierte Anlageverbesserungen durchführen. Die Zugänge 1952 beliefen sich auf 11,1 (4,98) Mill. DM bei Abschreibungen von 8,38 (3,16) Mill. DM, so daß die Zechenbetriebe mit 47,9 (45,2) Mill. DM aktiviert sind. Auf der Passiv-Seite werden die Rücklagen mit unv. 22,4, Wertberichtigungen mit 1,34 (0,64) und Rückstellungen mit 7,3 (8,4) Mill. DM ausgewiesen. Auf der oHV äußerte sich die Verwaltung wiederum optimistisch über die Lage des Unternehmens und über die Förderentwicklung und erwähnte das gute Verhältnis zwischen Grubenleitung und Belegschaft.