Die Bayern beklagen sich über die „Unterwanderung“ durch Heimatvertriebene. Dr. Fischbacher (Bayernpartei) hat in einer Parteiversammlung sogar erklärt, er halte diese Erscheinung auf wirtschaftlichem Gebiet für eine große Gefahr. Wie muß es um die Aktivität in der bayrischen Wirtschaft stehen, wenn man eine unbequeme Konkurrenz einfach als „Unterwanderung“ abtut. Können überhaupt Deutsche von Deutschen unterwandert werden? Aber Dr. Fischbacher ging noch weiter, als er sich über die Tatsache beschwerte, daß 40 bis 60 Prozent der Schüler höherer Schulen aus Flüchtlingsfamilien stammten. Aus diesen Schulen werde doch einmal der Nachwuchs für die bayerische Beamtenschaft hervorgehen. Wenn tatsächlich in den höheren Schulen so viele Flüchtlingskinder sind, sollte die Bayernpartei eigentlich sehr glücklich sein, daß nicht nur Deppen zugereist sind. Viel erstaunlicher ist der geringe Anteil der Einheimischen in den Klassen der höheren Schulen.