Gewiß, es ist gut zu wissen, daß einige Gefängnisse in der Ostzone sich öffnen, daß ein paar Bauern, die schon Abschied genommen hatten und nur noch auf eine Gelegenheit warteten, um sich heimlich wie Diebe vom eigenen Hof zu stehlen, nun doch zu Haus bleiben und wieder ruhiger schlafen können. Einstweilen? Für immer? ... Wer weiß das. Bei totalitären. Systemen weiß man nie, ob sie nicht heute Verträge schließen, nur um morgen den Partner um so wirksamer überfallen zu können. Der neuen Politik des Kreml in der Ostzone werden heute viele Geschenke dargebracht, was aber, wenn morgen ein anderer Statthalter sie zurückfordert und dazu noch neue Tribute einkassiert? Wir hätten gern Geschenke, die man uns nicht wieder nehmen kann. Wir wollen endlich die Kriegsgefangenen zurück haben. Nur eine solch unwiderrufbare Maßnahme kann doch etwas für die Glaubwürdigkeit der sowjetischen Freundschaftsbeteuerungen aussagen. Gebt uns die Kriegsgefangenen wieder! So sollte heute jede nach Osten gerichtete Ansprache, jede Note, ja, jeder Satz beginnen. Dff.