Die kanadische Regierung mußte in den Nachkriegsjahren drastische Maßnahmen ergreifen, um den zusammengeschrumpften Wildbestand vor der völligen Austilgung zu bewahren. Es kam zu einer Fehde zwischen den konzessionierten Pelztierfängern und den Wald- und Flurwächtern. Während jene, teils aus Not, teils, weil sie nicht zu begreifen vermochten, daß man das Wild schützt, nur um es nicht ausrotten zu lassen, zu Jagdfrevel und Wilderer griffen, reichte die schwache Gendarmerie kaum aus, um dem Gesetz Geltung zu verschaffen. Dieser zähe und harte Kampf ist Gegenstand des Romans Der Trapper von James Aldridge (Steinberg-Verlag Zürich, 265 S., Leinen 13,80 DM).

Hier nun ist es der wortkarge Trapper Roy MacNair, der die kanadische Wildnis mit ihren vielbegehrten Pelztieren und den frost- und nordlichtblauen Nächten gegen den Zugriff der Zivilisation in der Gestalt des Naturschutzes verteidigen möchte. Der Autor gibt ein erregendes Gemälde dieses dramatischen Kampfes aller gegen alle: Tier gegen Tier, Mensch gegen Tier, Mensch gegen Mensch. In der grandiosen Einsamkeit der Natur breitet sich das wechselvolle Schicksal wie ein weitmaschiges Netz über eine unstete Existenz. L. N.