Mit dem Geschäftsbericht 1952 setzt die Continental Gummi – Werke AG., Hannover, auch für ihr 81. Geschäftsjahr die gewohnte Linie ihrer guten Publizität fort. Dir. Wilhelm Grupe sagte dazu auf einer Pressekonferenz, die diesem Geschäftsbericht gewidmet war: „Man kann davon nicht genug tun.“ Mit anerkennenswerter Aufrichtigkeit wird festgestellt, daß die in 1952 erfolgte gesunde Weiterentwicklung desUnternehmens während der ersten Monate des Berichtsjahres noch keineswegs als wahrscheinlich vorausgesehen werden konnte. Man erinnert in diesem Zusammenhang an den erheblichen Preissturz auf den Welt-Rohstoffmärkten.

Der Mengenumsatz bei Continental lag gegenüber 1951 um 13,5 v. H. höher (2/3 der Produktion entfällt auf Reifen, 1/2 auf technische Gummiwaren). Auch das Ausfuhrgeschäft hat (bei gleichbleibendem Mengenumsatz) zu dem guten Ergebnis beigetragen, obwohl der Anteil, am Gesamtmengenumsatz von 13,9 auf 12,3 v. H. gesunken ist. Die Erzeugnisse der Continentals sind heute in allen Ländern der Welt vertreten. Als neue Märkte konnten die Länder des Nahen Ostens gewonnen werden. Leider zeigt die jüngste Entwicklung in der Ausfuhr nach der Türkei erhebliche Schwierigkeiten das gilt auch für Südamerika, während die Ausführer nach Mittelamerika sich günstig entfalten konnten. Bemerkenswert ist die Entwicklung der Belegschaftsstärke: sie stieg von 12 749 in 1951 auf 13 886 in 1952. Recht aufschlußreich dürfte ferner die Aktionärsgliederung sein. Anläßlich der Wertpapierbereinigung stellte man fest, daß 5189 Conti-Aktionäre Aktien im Nennbetrag von Je 100 bis 4000 DM, 1269 Aktionäre solche im Betrage von je 4000 bis 10 000 DM, 843 Aktionäre Aktien von je 10 000 bis 100 000 DM und 54 „darüber“ besitzen.

Bei Gesamterträgen – alle Werte in Mill. DM – von 160,86 (1951: 147,45), denen 70,06 (61,63) Personalkosten, 49,01 (50,48) Steuern und erstmals 0,51 (keine) Zinsen gegenüberstehen, wurden 11,47 (10,53) auf Anlagen abgeschrieben. Nach Zuweisung von 13,02 (6,5) an die freie Rücklage verbleibt ein Reingewinn von 7,85 (7,68). Der HV., die am 9. Juli abgehalten werden wird, wurde daraus die Ausschüttung einer Dividende von 7 1/2 v. H. (i. V. 6 v. H.) vorgeschlagen. -z k e